Von Mittenwald nach Krün und Wallgau über die Kapelle Maria Rast
Nach einem gemütlichen Frühstück in meiner Unterkunft in Mittenwald hieß es heute Morgen: Wanderschuhe an und direkt an der Haustür loswandern! Um zum offiziellen Startpunkt der Tour zu gelangen, spazierte ich zunächst gemütlich etwa 15 Minuten quer durch den wunderschönen Ort bis in den historischen Ortsteil Gries. Dieser kleine morgendliche Spaziergang war perfekt, um langsam in Schwung zu kommen.
Vom Ortsteil Gries aus ging es dann über den Gröblweg knackig bergauf Richtung Gröblalm und weiter nach Krün. Die Landschaft hier in der Alpenwelt Karwendel ist einfach traumhaft.
Über die Buckelwiesen nach Krün via Klais
Waldpassage, Militärgelände und Weg nach Klais
Nach diesem ersten wunderschönen Abschnitt änderte sich die Landschaft etwas: Es ging für ein gutes Stück durch einen schattigen Waldabschnitt. Auffällig war hier – wie schon zuvor bei den Buckelwiesen –, dass man immer wieder auf Warnschilder stieß, die auf das angrenzende militärische Übungsgelände hinwiesen. Tatsächlich war heute Morgen in der Ferne das Geräusch von Schießübungen der Bundeswehr zu hören, was der Wanderung einen ganz eigenen, nachdenklichen Charakter verlieh. Danach zog sich der asphaltierte Weg eine Weile etwas monoton dahin, teils auch in der Nähe der Hauptstraße, bis ich schließlich in Klais ankam.
Besinnliches in Klais
Neben der landschaftlichen Schönheit der Buckelwiesen ist für mich die kleine, historische Kapelle in Klais ein besonderer Ort. Sie strahlt eine wunderbare Ruhe aus und ist ein schönes Ziel, das den Weg bereichert. Sie bildet einen besinnlichen Gegenpol zur ansonsten eher weiten, offenen Hügellandschaft und lädt Wanderer dazu ein, für einen Moment innezuhalten.
Wissenswertes zur Klaiser Kapelle
Ein besonderer Blickfang in Klais ist die dortige Kapelle, deren Geschichte weit zurückreicht:
- Historischer Ursprung: Die Kapelle wurde erstmals im Jahr 1597 schriftlich erwähnt. Über ihre genaue Erbauung gibt es heute keine detaillierten Aufzeichnungen mehr.
- Erinnerung an alte Zeiten: Eine künstlerische Bemalung von Heinrich Bickel erinnert an die bewegte Geschichte des Ortes. Sie verweist darauf, dass hier im heutigen "Kirchfeld" bereits im Jahr 763 ein Kloster gegründet wurde – damals bestehend aus einer steinernen Kirche und einer hölzernen Klosteranlage.
- Besonderheit am Altar: Im Inneren der Kapelle finden sich am Altar Figuren der Heiligen Petrus und Paulus. Besonders interessant ist die Strahlenkranzmadonna in der Mitte: In früheren Zeiten diente diese den Bauern zur Wetterbestimmung. Je nach Luftfeuchtigkeit drehte sich die Figur an einem Seil leicht um die eigene Achse und gab so einen Hinweis auf das kommende Wetter.
Von Klais weiter nach Krün
Von Klais aus führte mich der Weg dann wieder entspannter durch die Wiesenlandschaft in Richtung Krün. Jeder Schritt in diesem Wechsel aus Wald, Wiesen machte die Wanderung zu einem abwechslungsreichen, wenn auch manchmal etwas lauten Erlebnis.
Mein persönliches Highlight: Maria Rast
In Krün angekommen, hatte ich ein spezielles Ziel: die Kapelle Maria Rast. Da sie abseits der offiziellen Hauptroute liegt, bin ich vom Ortskern Krün noch einmal gezielt ein Stück hinaufgewandert. Es hat sich absolut gelohnt! Die kleine Kapelle liegt friedlich und still inmitten der Landschaft.
Ausklang: Zurück nach Mittenwald
Eigentlich war mein Plan, von Krün aus noch weiter bis nach Wallgau zu wandern. Doch nach den vielen Eindrücken des Tages ließ meine Motivation für das letzte Teilstück dann doch etwas nach. Anstatt die Wanderung also noch fortzusetzen, entschied ich mich, es für heute gut sein zu lassen. In Krün nahm ich dann die Buslinie 328, die mich direkt zurück nach Mittenwald brachte. Dort gönnte ich mir zum Abschluss noch einen Kaffee und ein Stück Apfelkuchen – einfach herrlich nach der Wanderung! Bevor es dann endgültig zurück in meine Unterkunft ging, habe ich noch schnell ein paar Besorgungen bei Penny erledigt. Ein rundum gelungener Tag!
Ausblick auf morgen
Nachdem ich heute die bayerischen Buckelwiesen erkundet habe, zieht es mich morgen über die Grenze nach Österreich. Dort werde ich die Bergbahn nutzen, um bequem an Höhe zu gewinnen, bevor ich mich auf eine Wanderung zum Seebensee und eventuell weiter zum Drachensee mache. Ich bin schon sehr gespannt auf diese neue Kulisse und die hochalpinen Ausblicke!
Meine letzten drei Wanderungen in den Alpen
16. Juni 2026: Anreise-Mittenwald-Bahnfahrt-Alpen-Lainbach Wasserfall
09. Februar 2026: Kleinwalsertal-Höhenweg-Rietzlern-Mittelberg-Baad
08. Februar 2026: Winterwanderung-Oberstdorf-Gaisalpe-Wallrafweg


















