Mittenwald im Juni: Der Auftakt zu meinem neuen Berg-Abenteuer
Es zieht mich wieder in die Berge! Nachdem ich erst in diesem Jahr im Februar eine fantastische Woche im verschneiten Oberstdorf und im Kleinwalsertal verbracht habe, steht nun die sommerliche Variante auf dem Programm. Statt knirschendem Schnee unter den Wanderstiefeln freue ich mich jetzt auf saftig grüne Almwiesen und hoffentlich strahlenden Sonnenschein in den Alpen.
Mittenwald ist auch dieses Mal wieder mein perfekter Ausgangspunkt für ausgiebige Tourerlebnisse in der Region. Schon bei meiner letzten 7-tägigen Mittenwald-Reise im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, wie vielseitig diese Gegend ist.
Die Anreise nach Mittenwald – Vom Plan zum Erlebnis
Wie ich bereits in meinem Artikel berichtet habe, hat mir die Deutsche Bahn durch eine kleine Fahrplanänderung der Regionalbahn völlig unerwartet die Zugbindung für meine Reise nach Mittenwald aufgehoben.
Anstatt stur an meinem ursprünglichen Plan festzuhalten, habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, das "Geschenk" der Bahn zu nutzen und die Flexibilität voll auszukosten. Hier ist der Bericht, wie die Reise tatsächlich verlaufen ist:
Mein Reiseverlauf in der Praxis
Wie bei meiner Reise im Februar zum Schneestapfen nach Oberstdorf hieß es auch dieses Mal für mich: 4:30 Uhr aufstehen. Doch das war absolut kein Problem. Um diese Jahreszeit ist es ja schon fast hell, und das Gefühl täuscht einen angenehm – es fühlt sich an, als wäre es eigentlich schon 7 Uhr morgens.
Kurz nach 5 Uhr startete ich dann mit dem Bus, fuhr einige Stationen, um schließlich von Spandau aus mit der S-Bahn zum Berliner Hauptbahnhof zu gelangen.
Obwohl ich ursprünglich den ICE 1503 um 07:36 Uhr gebucht hatte, nahm ich – dank der aufgehobenen Zugbindung – den früheren ICE 1003 (ICE Sprinter) um 06:36 Uhr ab Berlin Hauptbahnhof (Gleis 4).
Damit ich auf der Fahrt vollkommen entspannt sein konnte, hatte ich gestern Abend noch eine Sitzplatzreservierung im Ruhebereich (Wagen 31, Platz 47) vorgenommen. Nach einer entspannten Fahrt von 4 Stunden und 9 Minuten erreichte ich planmäßig um 10:45 Uhr den Hauptbahnhof in München.
Die Weiterreise in die Alpen
In München hatte ich fast eine dreiviertel Stunde Aufenthalt, bevor es dann mit der Regionalbahn direkt weiter nach Mittenwald ging. Um 13:29 Uhr traf ich schließlich wohlbehalten in Mittenwald ein.
Fazit
Die "Fahrplan-Falle", die mich im Vorfeld so beschäftigt hat, hat sich am Ende als wahrer Komfortgewinn entpuppt. Die Anreise war stressfrei, und der frühere Start in den Urlaub hat sich definitiv gelohnt. Mittenwald, ich bin da!
Zurück im Gästehaus Held
Diesmal wurde ich am Bahnhof vom Vermieter abgeholt und es ging auf direktem Weg zu meiner vertrauten Unterkunft, dem Gästehaus Held. Es ist ein schönes Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, an dem man sich schon beim letzten Mal rundum wohlgefühlt hat.
Dieses Mal habe ich ein anderes Zimmer bezogen und wieder ein echtes Schnäppchen gemacht: Ich bezahle gerade einmal 40 Euro für die Nacht! Für eine gefragte Alpenregion wie Mittenwald finde ich das wirklich unschlagbar günstig.
Schon bei meiner Vorbereitung auf den Urlaub gab es eine großartige Neuigkeit: Seit Anfang 2026 ist das gesamte MVV-Streckennetz in den Zonen 5–12 in der örtlichen Gästekarte (AlpenweltCard) enthalten! Ich habe mich natürlich direkt im Vorfeld darum gekümmert, damit ich die Regionalbahn von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen ab jetzt komplett kostenlos nutzen kann. Wer sich alle Details und den Streckenplan genauer ansehen möchte, findet hier den offiziellen PDF-Flyer zur AlpenweltCard. Letztes Jahr musste ich für diese Strecke noch auf die Buslinie ausweichen – jetzt bringt mich die Bahn in gerade einmal 21 Minuten gratis an mein Ziel. Ein echter Traum für jeden Wanderer!
Ankunft in Mittenwald: Der Start in die Bergtage
Um den Nachmittag ein wenig zu überbrücken und die erste frische Bergluft zu schnuppern, habe ich direkt einen kleinen Spaziergang unternommen. Vom Quartier aus ging es zur Schöttlkarstraße 29 und von dort eine kleine Runde zum Lainbach-Wasserfall. Bei knapp über 2 Kilometern Strecke konnte ich mich wunderbar einstimmen und der Blick auf die gewaltigen Gipfel macht sofort Lust auf die nächsten Tage.
Vom Wasserfall aus bin ich anschließend direkt hinunter in den Ort gelaufen. In aller Gemütlichkeit habe ich mir im Traditionsgasthof Alpenrose ein wohlverdientes Bierchen gegönnt. Dabei habe ich die Zeit genutzt, um meine Gedanken ein bisschen Revue passieren zu lassen – an die Zeit im Jahr 2013, als ich für ein paar schöne Tage mit Christina in Garmisch-Partenkirchen war. Es ist ein wenig schade, dass sie diesmal nicht dabei ist, aber die Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit hier in der Region machen den Moment trotzdem besonders.
Gestärkt durch die kleine Pause ging es dann weiter zum örtlichen Rewe. Das Gebäude ist wirklich ein Hingucker – ein wunderschönes, traditionell gestaltetes Haus, das man so bei einem Supermarkt selten findet.
Nach dem Einkauf bin ich noch ein wenig weiter durch den Ort spaziert und habe abschließend noch einen kurzen Abstecher in eine Drogerie gemacht. Ein gelungener erster Tag in Mittenwald!
Ausblick auf morgen
Nach dem gelungenen Ankunftstag freue ich mich schon riesig auf morgen. Dann steht meine erste richtige Tour auf dem Programm: Es geht auf die „genussvolle Dorf-zu-Dorf-Fototour“, die Buckelwiesenrunde. Die Strecke führt von Mittenwald über die Buckelwiesen nach Klais, weiter nach Krün und schließlich nach Wallgau. Mit etwa 15,5 Kilometern ist das genau der richtige, entspannte Einstieg, um die ersten tollen Fotomotive einzufangen. Ich bin gespannt, was mich erwartet!
„Unterwegs in den Alpen: Meine letzten drei Touren“
09. Februar 2026: Kleinwalsertal Höhenweg, Riezlern – Mittelberg – Baad
08. Februar 2026: Winterwanderung Oberstdorf, Gaisalpe – Wallrafweg
07. Februar 2026: Wanderung Söllereck – Freibergsee – Schanze





















