· 

Winterwanderung-Oberstdorf-Gaisalpe-Wallrafweg

 

Winter-Rundwanderung: Von Oberstdorf zur Gaisalpe und zum Eiskunst-Event

 

Schon beim Verlassen des Hauses um 08:30 Uhr empfing mich herrlicher Sonnenschein, der mich den ganzen Tag begleiten sollte. Mein Weg startete an der berühmten Audi Arena in Oberstdorf und führte mich direkt hinein in die verschneite Allgäuer Bergwelt.

Für mich war die Wanderung nicht schwierig, da die Steigungen moderat sind. Dennoch sollte man die Bedingungen im Winter nicht unterschätzen: Die Wege waren extrem abwechslungsreich. Während manche Abschnitte komplett schneefrei waren, gab es Teilstücke, die tief mit Schnee bedeckt oder sogar gefährlich vereist waren. Hier war ich froh um meine Ausrüstung: An den glatten Stellen musste ich immer wieder die Grödel anziehen, um sicheren Halt zu haben.

Mit der nötigen Kondition im Gepäck begann ich den Aufstieg über den malerischen Wallrafweg. Dieser „Balkonweg“ bot mir fantastische Ausblicke über das Tal. Durch die intensive Vormittagssonne wurde es mir beim Wandern allerdings auch ganz schnell wieder zu warm, sodass ich meine Kleidung anpassen musste. Mein Ziel war die traditionsreiche Gaisalpe auf 1.149 Metern Höhe.

 


Oben angekommen, habe ich mir ein großes Glas Milch gegönnt und die Bergidylle genossen.

​Da ich zeitlich noch sehr gut dran war, machte ich mich bald wieder auf den Weg nach unten. Unterwegs legte ich eine kleine Pause ein und habe ganz entspannt mein mitgebrachtes Brötchen gegessen. Ein wichtiger Punkt für alle Nachwanderer: Ich habe mich bewusst gegen den Aufstieg zum Gaisalpsee entschieden, da die Route im Winter kein offizieller Winterwanderweg ist.

​Für den Rückweg wählte ich eine abwechslungsreiche Variante: Zunächst ging es über den Fahrweg bergab, bis ich an einer Weggabelung einen neuen Pfad einschlug. Dieser führte mich durch die verschneite Landschaft hinunter in das idyllische Dorf Rubi. Von dort aus spazierte ich das letzte Stück zurück nach Oberstdorf.



Nach meiner Tour nutzte ich den Nachmittag für einen Besuch im Ortszentrum. Dort fand am 08. Februar die Oberstdorfer Eiszeit statt. Es war beeindruckend zu sehen, wie Künstler aus klobigen Eisblöcken kunstvolle Skulpturen geformt haben. Doch der verkaufsoffene Sonntag und das Kaiserwetter hatten ihre Tücken: Oberstdorf war heute so unglaublich voll, dass es mich fast an den Strand von Eckernförde in den Ferien erinnerte. Ein wahres „Eis-Wunder“, aber eben auch mit echtem Hochbetrieb!



P.S.: Ein großes Lob an die Künstler der „Oberstdorfer Eiszeit“, wie etwa Josef Reitsam, Jeanette Grunenberg sowie Klaus Grunenberg– es war beeindruckend, euch heute bei der Arbeit zuzuschauen!


Fazit: 


Ein traumhafter Tag, der dank der Grödel sicher zu meistern war und mit kulturellen Highlights abgerundet wurde. Trotz des Hochbetriebs im Ort war die Tour zur Gaisalpe ein absolutes Muss für jeden Winterwanderer.


Vorschau: Der krönende Abschluss im Kleinwalsertal


Nach der heutigen Tour zur Gaisalpe und dem Besuch der „Eiszeit“ in Oberstdorf plane ich für morgen – meinen leider schon letzten Tag – ein weiteres echtes Highlight: Bei angesagtem Kaiserwetter zieht es mich über die Grenze nach Österreich.


Geplante Route: Von Riezlern nach Mittelberg


Mein Plan ist es, von Riezlern aus über den Panorama-Höhenweg nach Mittelberg zu wandern. Das sind etwa 5,5 Kilometer pure Aussicht auf den Widderstein und das Gottesackerplateau.

​Da ich heute aber gemerkt habe, wie flott ich in den Bergen unterwegs bin, halte ich mir eine Verlängerung offen: Wenn die Beine mitspielen, hänge ich den Baader Höhenweg direkt dran, um auf insgesamt 10 bis 12 Kilometer zu kommen.