Eckernförde – Abschied vom Paradies oder Zeit für Neues?
Heute war unser letzter Tag hier in Eckernförde. Wir haben uns für diesen letzten Tag sogar noch einmal einen Strandkorb für 13 € gegönnt, um es uns so richtig gemütlich zu machen, und jeder von uns ist zwischendurch noch einmal für sich durch die Stadt und den Hafen entlang gebummelt.
Ich habe mir zu Mittag an der Strandbude „Land in Sicht“ eine Portion Pommes und ein kühles Eckernförder Bier geholt – das hat richtig gut geschmeckt. Christina konnte natürlich auch nicht widerstehen und hat bei meinen Pommes zugegriffen, die ihr ebenfalls sehr gemundet haben. Den späten Nachmittag haben wir dann gemütlich in unserer Ferienwohnung ausklingen lassen, bevor es morgen wieder zurück nach Berlin geht. Doch die nächste Reise steht schon fest: Im September geht es für eine Woche nach Unterfranken, genauer gesagt nach Miltenberg. Ich habe heute Morgen noch einmal mit unserer Vermieterin dort telefoniert, um sicherzugehen, dass nach der langen Zeit ohne Kontakt auch wirklich alles steht und wir für den 8. September fest eingeplant sind. Es war ein sehr nettes Gespräch: Sie erzählte mir, dass es in Unterfranken aktuell extrem heiß ist, während ich ihr von unserem Strandtag hier an der Ostsee berichtete – sie hätte eigentlich auch gerne einen Urlaub an der Ostsee gemacht, etwa in Binz, konnte aber leider aus gesundheitlichen Gründen nicht verreisen. Umso mehr freue ich mich, dass unser Termin jetzt definitiv fix ist. Da Christina dort noch nicht war, freuen wir uns riesig auf sieben Tage volles Programm und neue Eindrücke.
Ein Blick zurück: Unsere Geschichte mit Eckernförde
Dass wir seit 2008 immer wieder hierherfahren, hat einen besonderen Grund: Christina hat einen Teil ihres Lebens hier verbracht und ist in dieser Stadt aufgewachsen. Es war unsere erste gemeinsame Reise, nachdem wir uns kennengelernt hatten, und so verbindet uns eine ganz persönliche Geschichte mit diesem Ort.
In den ersten Jahren waren wir oft nur am Wochenende hier, meist im Hotel am Kurpark (später Pension am Kurpark) in der Preußer Straße, direkt am Meerwasserwellenbad – eine Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Es gab Jahre, in denen wir so begeistert waren, dass wir drei- oder viermal im Jahr hierherkamen. Wir haben sogar zwei Jahreswechsel (2016 und 2017) in der Pension Krohn verbracht – das war eine schöne Zeit, in der das Feiern noch mehr Spaß gemacht hat. Seit etwa 2018 haben wir dann unser festes Quartier bei der Ferienwohnung Kohrt gefunden. Mittlerweile verbringen wir Silvester jedoch seit einigen Jahren immer in Linz am Rhein, was uns ebenfalls sehr gut gefällt. Doch wenn ich ehrlich bin, fühlte es sich heute anders an als damals. Das Silvesterfeiern und viele andere Dinge, die den Ort für mich früher besonders gemacht haben – wie die Hafenrundfahrten mit der MS-Borby oder dem Ausflugsschiff ,,Tu solo Tu" – sind für mich in ihrem Glanz etwas verblichen und wurden auch komplett eingestellt. Auch das Gefühl, dass es mittlerweile viel voller geworden ist, die Massen an Touristen wirkten auf mich heute ganz anders als noch bei unseren Anfängen. Zudem ist der zunehmende Event-Charakter am Strand, bei dem man als jemand, der Ruhe sucht, nicht mehr ganz mein Ding. Vielleicht spielt auch das Älterwerden eine Rolle: Was früher romantisch und aufregend war, wurde mit der Zeit vertrauter, fast schon zur Routine. Das Prickeln der ersten Jahre ist gewichen – nicht unbedingt, weil sich der Ort so negativ verändert hat, sondern weil sich auch mein eigener Blick auf die Dinge gewandelt hat. Alles wurde zur Routine und Monotonie.
Natürlich schwingt bei so einer Entscheidung auch ein bisschen Angst mit. Wenn man 18 Jahre lang an einem Ort war, ist die Sorge groß: Was, wenn ich das neue Ziel bereue? Eigentlich hatten wir uns eine neue Strategie zurechtgelegt: Monate verschieben, neue Ziele ansteuern. Doch genau jetzt, während wir hier im Strandkorb sitzen, die vertraute Atmosphäre genießen und über unsere Zukunft sprechen, ist der Groschen gefallen. Christina wünscht sich sehr, dass wir auch nächstes Jahr wieder hierherkommen – wegen der schönen Ferienwohnung Kohrt und dem jährlichen Treffen mit ihrer Bekannten. Und wenn ich ehrlich bin: Warum eigentlich dagegen ankämpfen? Manchmal ist das Beste nicht das Neue, sondern das, was man liebt. Wir haben uns also entschieden: Wir buchen wieder! Eckernförde gehört einfach zu uns, und es ist ein schönes Gefühl, diese Gewissheit jetzt zu haben.
Ein kleiner Rückblick: 18 Jahre Eckernförde in Bildern
Hier habe ich eine kleine Galerie mit Erinnerungen zusammengestellt – von unseren ersten Aufenthalten 2008 bis zu den Momenten, die heute nur noch als Erinnerung existieren. Viel Spaß beim Durchklicken!




















