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Wanderung-Höllentalklamm-ab-Hammersbach


Zwischen Eis und Sonne: Mein Wandertag im Höllental


​Manchmal muss ich bei der Anreise etwas flexibler sein. Da an diesem Wochenende Schienenersatzverkehr herrscht, hieß es für mich: Ab in den Bus! Um 07:28 Uhr bin ich mit der Linie RB6 von Mittenwald nach Garmisch gefahren und kam gegen 08.00 Uhr in Garmisch an. Um 08.07 Uhr ging es weiter mit der Buslinie 315.

Ein wichtiger Orientierungs-Tipp für alle: Wenn ich am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen ankomme und die Linie 315 in Richtung Hammersbach nehmen möchte, muss ich mich aus dem Bahnhof heraus links halten. Schräg gegenüber, bei der Post, fährt die 315 ab – nicht direkt am Busbahnhof, wo die Stadtbusse halten. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa 30 Minuten bis Hammersbach.

AlpenweltCard Mittenwald für diese Linie nutzbar.


Der Auftakt: Ein entspanntes Warm-up


Nach der Ankunft in Hammersbach hieß es erst einmal „einlaufen“. Eine Stunde lang führte mich der Weg durch die herrlich frische Morgenluft im Wald direkt zum Eingang der Höllentalklamm.



Wichtiger Hinweis zum Klammeintritt


Am Eingang des Höllentalklamm musste ich 7 € bezahlen. Achtet darauf, dass dort nur Barzahlung möglich ist. Ein ganz entscheidender Punkt: Die Quittung für die bezahlten 7 € sollten Sie unbedingt gut aufheben! Sie ist nicht nur ein Beleg, sondern eure Eintrittskarte für den Rückweg durch die Klamm. Wenn Sie den Beleg am Eingang nicht vorzeigen können, muss man nämlich erneut 7 € entrichten. Also unbedingt sicher verstauen! Direkt am Eingang habe ich mir das kleine Höllental Museum kurz angesehen – ein Muss, um die Geschichte der Klamm und die Arbeit der Bergwacht besser zu verstehen. 



Durch die Klamm


Sobald ich die ersten Tunnel der Klamm betrat, veränderte sich die Welt. Direkt nach dem Museum hatte ich den gesamten Weg über das rauschende, tosende Wasser des Hammersbachs direkt vor mir – ein beeindruckendes Erlebnis, den Fluss so kraftvoll und nah zu spüren. Die Temperaturschwankungen waren heute enorm: Während es in den tiefen, schattigen Felswänden der Klamm kühl war – zwischen 5 °C und 10 °C –, kletterten die Temperaturen draußen im Tagesverlauf auf bis zu 30 °C. Ich empfand die Abkühlung in der Klamm aber als sehr angenehm. Eine Regenjacke ist dort jedoch ratsam, denn in den Tunneln tropft es ordentlich von oben. Ohne Jacke wird man schnell nass! Es ist faszinierend, wie das Schmelzwasser und der Stein die Natur hier unten so ganz anders wirken lassen.



Der Weg zur Hütte und das Schneefeld


Nachdem ich die Klamm hinter mir gelassen hatte, ging der Aufstieg weiter. Er war ein gutes Stück anstrengender als der erste Abschnitt.



Kurz bevor ich dann die Höllentalangerhütte erreichte, bot sich mir ein faszinierendes Bild: Mitten im Sommer bin ich dort an einem großen Schneefeld vorbeigekommen. Es war ein tolles Gefühl, in dem warmen T-Shirt zu stehen und den restlichen Schnee des Winters zu spüren.


Mann Schnee Höllental


Ankunft und Einkehr


Oben auf der Höllentalangerhütte angekommen, habe ich erst einmal mein selbst mitgebrachtes Proviant in aller Ruhe gegessen und das Wettersteingebirge und dessen gewaltige Felswände beobachtet. Danach gab es noch eine Buttermilch mit Preiselbeeren direkt auf der Hütte – einfach lecker und die perfekte Belohnung nach dem anstrengenden Aufstieg.



Rückweg und Fazit



Für den Rückweg habe ich den bekannten Weg durch die Klamm genommen. Wer es technisch anspruchsvoller mag, könnte den Stangensteig als Variante wählen – allerdings sollte man hier wirklich trittsicher und schwindelfrei sein. Insgesamt ist die Wanderung mit einer soliden Grundkondition wunderbar machbar. Wer braucht schon ein starres Frühstück, wenn ich stattdessen so viel Natur erleben kann? Das war mein „Pferde-Einsatz“ für heute, und ich bin mehr als zufrieden. Anschließend ging es dann wieder mit der Buslinie 315 bis zum Bahnhof Garmisch-Partenkirchen und von dort mit dem Schienenersatzverkehr zurück nach Mittenwald. In Mittenwald angekommen, führte mein Weg direkt zur Rewe: Dort holte ich mir ein Stück Pflaumenstreuselkuchen, eine kalte Milch und noch zweimal Mineralwasser, bevor ich mich auf den Weg in meine Unterkunft machte.




Ausblick auf morgen


Nach diesem tollen Tag freue ich mich schon auf die nächste Herausforderung: Morgen geht es über den Eckbauer hoch nach Wamberg – bekanntlich das höchstgelegene Kirchdorf Deutschlands. Ich bin gespannt auf die Aussicht von dort oben!