Ein Ausflug in die Schusterstadt Preetz
Unser heutiger Tag begann entspannt mit einem Frühstück in Eckernförde. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof, um den Tag in einer neuen Umgebung zu verbringen. Die Regionalbahn brachte uns zunächst nach Kiel, wo wir an Gleis 1 in den Zug Richtung Lübeck umstiegen.
In Preetz angekommen, betrug die reine Fahrtdauer mit der Bahn 1 Stunde und 7 Minuten.
Ankunft und kurzer Weg in die City
Nachdem wir am Bahnhof in Preetz angekommen sind, ging es für uns direkt weiter in Richtung Stadtkern. Wer ebenfalls mit der Bahn anreist, kann sich freuen: Es sind nur wenige Gehminuten – etwa 4 Minuten – bis man das lebendige Zentrum von Preetz erreicht hat. Ein sehr kurzer und bequemer Weg, um direkt in die Erkundungstour zu starten.
Handwerkskunst auf dem Marktplatz
Direkt in der Innenstadt stießen wir auf ein echtes Wahrzeichen: die Schusterstatue. Diese beeindruckende Skulptur auf dem Marktplatz erinnert an die lange Tradition des Schuhmacherhandwerks in der Region. Es ist ein tolles Motiv, das die Verbundenheit der Stadt mit ihrem historischen Handwerk wunderbar einfängt.
Der größte Holzpantoffel der Welt
Ein weiteres Highlight unseres Spaziergangs war die Entdeckung des „wahrscheinlich größten Holzpantoffels der Welt“. Die Idee für dieses außergewöhnliche Projekt entstand 2007 im Zuge der Vorbereitungen auf den Wettbewerb „Entente Florale“. Gefertigt wurde das monumentale Stück aus Pappelholz durch den Holzbildhauer Hinrich Schümann und anschließend durch ortsansässige Fachleute veredelt.
Der Pantoffel wurde unter anderem mit riesigem Kuhleder aus Kellinghusen bezogen und beim Schusterfest im Mai 2008 offiziell eingeweiht. Heute ist er ein geschütztes Symbol der Stadt und steht unter einem schönen Reetdach.
Dem Schustergang durch die Stadt folgen
Beim Schlendern durch Preetz ist uns aufgefallen, dass man den Weg buchstäblich unter den Füßen hat: Überall in der Innenstadt finden sich spezielle Bronzefliesen im Boden. Diese gehören zum sogenannten „Schustergang“ und zeigen jeweils einen Schuster mit Gepäck, der den Weg zwischen der Stadtkirche und dem adeligen Kloster markiert. Da das Schuhmacherhandwerk im 19. Jahrhundert hier eine so große Rolle spielte, trägt Preetz auch den Beinamen Schusterstadt. Mit über 160 dieser Fliesen im Boden finden sich Besucher in der Stadt hervorragend zurecht.
Das historische Kloster von Preetz
Ein besonderes Highlight ist das Kloster Preetz. Die beeindruckende Anlage ist ein echtes Schmuckstück und versprüht eine ganz eigene, ehrwürdige Atmosphäre. Es ist absolut lohnenswert, auch dort einen Moment innezuhalten und die Architektur auf sich wirken zu lassen.
Ein Blick auf die Geschichte: Das Circus Museum
Uns ist außerdem eine auffällige Wandmalerei an einem Gebäude aufgefallen: Ein jonglierender Clown mit dem Schriftzug „CIRCUS MUSEUM“ und dem Hinweis „bis 2011“. Diese Malerei erinnert direkt an die frühere Nutzung der Räumlichkeiten, bevor das Museum umzog (heute ist dort das Heimatmuseum untergebracht). Ein schönes Detail, das ein Stück lokaler Geschichte lebendig hält.
Die idyllische Schwentine
Bevor es uns weiter in Richtung Wasser zog, kamen wir noch an der Schwentine vorbei. Dieser kleine, malerische Fluss prägt das Stadtbild von Preetz auf eine ganz besondere Weise und lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und das fließende Wasser sowie die grüne Umgebung zu genießen.
Proviant und Tretboot-Abenteuer am Kirchsee
Bevor wir uns in Richtung Wasser begaben, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Supermarkt REWE, um uns mit frischem Proviant für das Mittagessen einzudecken – für mich durfte dabei natürlich eine kühle Buttermilch nicht fehlen. Gestärkt ging es dann zum Kirchsee, der ebenfalls nur einen kurzen Fußmarsch entfernt liegt. Wir sind zunächst ein Stück entspannt am See entlang spaziert und haben die idyllische Natur und den Ausblick auf das Wasser genossen.
Tretboot-Abenteuer auf dem See
Nach unserem Spaziergang erreichten wir das Naturcamping Kirchsee / Kanucenter Preetz-Plön. Wir hatten riesiges Glück: Wir wurden dort von einem sehr freundlichen Mitarbeiter empfangen und konnten unser Tretboot ganz ohne große Wartezeiten sofort buchen.
Für 15 € pro Stunde konnten wir zu zweit in See stechen und die Gegend entspannt vom Wasser aus erkunden. Wir haben uns dann für eine gemütliche Runde auf dem See entschieden, auch wenn wir nach etwa dreiviertel Stunden genug hatten und wieder anlegten. Da die Sonne heute ordentlich geschienen hat und man beim Treten durchaus ins Schwitzen geraten kann, haben wir uns auf dem See immer wieder geschickt ein schattiges Plätzchen gesucht, um die Aussicht in vollen Zügen zu genießen. Ein herrlicher Abschluss für unseren heutigen Ausflug!
Ausblick auf morgen: Kiel und die Förde entdecken
Nachdem wir heute die Schusterstadt Preetz erkundet haben, steht für morgen schon das nächste Ziel fest: Es geht wieder in die Landeshauptstadt Kiel. Von dort aus planen wir, direkt auf die Fähre umzusteigen und nach Mönkeberg überzusetzen. Unser Ziel ist es, von dort aus gemütlich entlang der Förde bis nach Heikendorf zu laufen – ein wunderbarer Spaziergang an der frischen Luft.
Unsere drei letzten Ausflüge in der Region:
- 12. Juli 2026 – Küstenfrieden-Altenhof-Wanderung
- 10. Juli 2026 – Schwentinetalfahrt-Kiel-Ausflug-Tipp
- 05. August 2025 – Hoch im Norden-Flensburg

















