Wanderung von Priort über Elstal und Finkenherd zum Nymphensee in Brieselang
Heute Morgen machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof Staaken, um mit der Regionalbahn nach Priort zu fahren. Gegen 09.00 Uhr kam ich am gewünschten Ziel in Priort an, um meine Wanderung zu starten. Direkt nach meiner Ankunft in Priort fiel mir eine Geschichtstafel ins Auge, die anschaulich über die historische Entwicklung des Ortes informiert.
Besonders interessant war dabei die Informationstafel zum ehemaligen Gasthaus „Zum Priorter Weinberg“. Das Gebäude wurde ab 1930 errichtet, diente im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller und wurde nach 1945 durch die BHG bewirtschaftet, bevor es nach der Wende als Gaststätte und Pension fungierte und heute als privates Wohnhaus dient.
Von dort aus startete meine heutige Wanderung, die mich direkt in das Gebiet von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide führte. Während ich das weitläufige Gelände durchquerte, begegnete ich auf einer Weide beeindruckenden Rindern mit markanten Höckern. Bei diesen Tieren handelt es sich um Zebus, die in der Döberitzer Heide zur Landschaftspflege eingesetzt werden.
Auf dem Abschnitt durch Elstal bin ich direkt an Karls Erlebnis-Dorf vorbeigekommen. Es ist ein bekannter Freizeit-Erlebnispark mit vielen Attraktionen wie einer Achterbahn, der Eiswelt und verschiedenen Manufakturen. Ich habe mir vorgenommen, das demnächst einmal gemeinsam mit Christina wieder zu besuchen.
Der Weg führte mich weiter über Dyrotz und Finkenherd. Auf dem Abschnitt zwischen Finkenherd und dem Nymphensee in Brieselang durfte ich dann besonders viel schöne Natur genießen. Überall blühten die Blumen, wie etwa die prächtigen Mohnblumen, die sich zwischen den Halmen präsentierten und für eine herrliche Kulisse sorgten.
Bevor ich den Nymphensee erreichte, kam ich an einem Kreisverkehr an der L202 vorbei, wo die imposante „Nymphe von Brieselang“ thront. Diese rund sechs Meter hohe Bronzeskulptur des Künstlers Guido von Martens wurde 2017 eingeweiht und zeigt eine Nymphe, die symbolisch einen Zander in Richtung Havelkanal wirft.
Zur Geschichte des Nymphensees und des „Jugendlandes“
An der Stelle des heutigen Sees befand sich Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst ein einfacher Teich. Ab 1926 erschloss der Verein „Jugendland Brieselang e.V.“ das Gelände als Ort für Erholung und Naturerfahrung. Bis 1928 wurden Gebäude zur Aufsicht sowie sanitäre Anlagen errichtet, und das Areal entwickelte sich zu einem überregional bekannten Ausflugsziel mit allein über 41.000 Besuchern im Jahr 1931. Es herrschten strenge Regeln: Alkohol, Rauchen, Nacktbaden und Übernachten waren verboten. Nach 1933 wurde das Gelände von der Brieselanger NSDAP-Ortsgruppe für ideologische Veranstaltungen und Propaganda vereinnahmt. Der heutige Nymphensee entstand schließlich erst in den 1970er Jahren durch Erdarbeiten für den Berliner Ring. Heute ist er für seine hervorragende Wasserqualität bekannt.
Nachdem ich den Nymphensee hinter mir gelassen hatte, gönnte ich mir in der örtlichen Nettofiliale ein kleines Mittagessen. Für den Rückweg nutzte ich anschließend den Schienenersatzverkehr, der mich vom Bahnhof Brieselang zum Bahnhof Wustermark brachte. Von dort aus ging es mit der Regionalbahn zurück nach Hause.
Fazit:
Insgesamt war es wieder eine ausgesprochen angenehme Tour, die durch ihre abwechslungsreiche Natur und die interessanten historischen Einblicke entlang des Weges überzeugt hat.
Wer meine Tour nachwandern möchte, hier der Link zu Komoot:
Hier ist die Liste meiner letzten drei Wanderungen:
• 1. Juni 2026
Wanderung-Köpenick-Müggelturm-Grünau
• 29. Mai 2026
Lichterfelde Süd - Alpengipfel Marienfelde - Kirschblütenallee
• 27.Mai 2026












