Unterwegs auf dem Radweg der Sympathie: Eine Runde durch das Havelland
Heute habe ich das Lauf-Equipment gegen das Fahrrad getauscht. Da meine Achillessehne nach den letzten Belastungen etwas Ruhe braucht, kam mir diese entspannte Tour gerade recht. Die Strecke führt von Staaken aus durch die weite Felderlandschaft bei Dallgow – eine ideale Route, um den Kopf freizubekommen, ohne die Sehne durch die Stoßbelastung beim Joggen oder Wandern zu reizen.
Regeneration im Blick: Warum heute das Rad?
Eigentlich war ich erst vorgestern, am Mittwoch (29. April), wandern. Dabei habe ich schon die ganze Zeit gemerkt, dass es in der Sehne zieht. Ich habe die Tour zwar konsequent durchgezogen, aber jetzt ist erst einmal ein bisschen Schonung angesagt. Da ich im Juni für neun Tage nach Mittenwald fahre und von dort aus meine Touren machen möchte, will ich nichts riskieren. Statt langer Wanderungen ist daher heute das Fahrrad an der Reihe, um trotzdem in Bewegung zu bleiben.
Feiertagsruhe statt Trubel
Heute ist der 1. Mai, und die Vorhersagen versprechen bestes Ausflugs-, Grill- und Badewetter. Aber ganz ehrlich: Ich verzichte heute auf diese alle drei Varianten. Statt mich ins Getümmel am See oder an den Grill zu stürzen, genieße ich die Fahrt ganz für mich.
Da ich meistens schon um 6:00 Uhr morgens wach bin – egal ob Feiertag oder Wochenende –, werde ich wohl gegen 8:30 Uhr losrollen. So habe ich die Wege noch fast für mich allein, bevor der große Ansturm kommt.
Einfach in Bewegung bleiben – ganz ohne Hightech
Man braucht nicht immer ein spezielles Sportbike. Ich bin mit dem alten Damenfahrrad von Christina unterwegs. Das ist genau das Rad, mit dem ich auch sonst täglich von A nach B fahre, um zu ihr zu kommen. Es geht mir einfach nur um die Bewegung. Wenn man bedenkt, dass ich früher mit ganz ähnlichen Rädern sogar durch den Schwarzwald gefahren bin, relativiert sich der Technik-Wahn von heute schnell. Tatsächlich fühlt sich dieses Rad sogar stabiler an als mein altes Stadtrad, das ich davor hatte.
Proviant und die kleine Belohnung
Meinen gewohnten Proviant hatte ich zwar im Gepäck, aber da ich so gut durchgekommen bin, habe ich ihn eigentlich gar nicht gebraucht. Die geplante Kugel Eis gab es dann auch nicht unterwegs in Falkensee, sondern als krönenden Abschluss direkt fast vor meiner Haustür. Das war die perfekte Belohnung nach der Rückkehr, bevor es dann in den ruhigen Teil des Feiertags ging.
Der Streckenverlauf
Der Start in Staaken: Los geht es am Punkt A. Die ersten Meter führen durch besiedeltes Gebiet, bis sich die weite Kulisse öffnet.
Entlang der B5:
Entspanntes Rollen auf gut ausgebauten Wegen parallel zur Bundesstraße. Hier kann man einfach mal die Beine kurbeln lassen.
Dallgow-Döberitz:
Die Route führt nun hinein nach Dallgow-Döberitz vorbei an weiten Feldern und durch ruhige Seitenstraßen wie die Kurmarkstraße.
Richtung Falkensee:
Über befestigte Wege geht es weiter nördlich. Die Strecke ist hier sehr geradlinig und bietet viel Ruhe zum Abschalten.
Radweg der Sympathie:
In Falkensee erreicht man schließlich den Radweg der Sympathie. Auf Abschnitten wie der Erlenstraße genießt man herrliche Ausblicke über die Natur.
Individueller Rückweg:
Hinter Falkensee habe ich die geplante Route verlassen und bin auf direktem Weg wieder nach Hause gefahren, wo ich pünktlich vor der Mittagswärme ankam.
Fazit:
Eine wunderbar leichte Tour. Auf dem robusten Damenfahrrad war das genau die richtige, entspannte Wahl für Gelenke und Sehne.
Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, mache ich generell weniger Fotos als beim Wandern. Mir geht es beim Radeln vor allem um das Fahren und den Flow. Ständig das Telefon aus der Tasche zu kramen und anzuhalten, hält den ganzen Rhythmus auf und kostet unnötig Zeit.
Ein bisschen ärgerlich war heute die Technik:
Obwohl ich die Offline-Karten von Komoot geladen hatte, kam die Sprachansage oft total zeitverzögert. Auf dem Display war ich schon weiter als die Stimme, die mir dann erst hinterher sagte, wo ich abbiegen soll. Ob das an meinem alten Samsung A40 liegt oder an einem allgemeinen GPS-Problem, weiß ich nicht. Es ist jedenfalls nervig, wenn man erst zu weit fährt und dann von der Karte zum Umkehren aufgefordert wird. Das hat den Fahrspaß ein klein wenig gebremst, aber die Bewegung an der frischen Luft hat das wieder wettgemacht.
Wer die Tour nachfahren möchte, findet hier meinen Link zu Komoot: [Streckenverlauf]. Soweit ich weiß, muss man dort allerdings ein Konto haben und angemeldet sein, um die Details zu sehen – das müsste ich selbst mal überprüfen, ob das für jeden frei einsehbar ist.
Probleme mit dem Internet
Seit längerer Zeit ist meine Internetverbindung vor allem abends extrem lahm, was besonders nervt, da ich vorwiegend YouTube schaue. Wegen der Störung bei O2 muss ich die Videoqualität dort oft manuell auf 360p drosseln, damit es überhaupt flüssig läuft.
Das Bloggen wird so zur echten Geduldsprobe: Bei meinem letzten Wanderbericht habe ich über zwei Stunden gebraucht, um ihn fertigzustellen – normalerweise ist das in einer halben bis dreiviertel Stunde erledigt! Wenn das Heimnetz so extrem streikt, nutze ich meine Alternativen:
- Vodafone e-SIM: Die e-SIM ist schon seit über einem Jahr auf meinem Handy hinterlegt. Ich schalte sie bei Bedarf einfach ein und buche mir für 4,99 € für 24 Stunden 10 GB Datenvolumen.
- Satellite App: Diese App habe ich ebenfalls schon seit fünf Jahren als Backup für Telefonate über das Internet (inkl. 100 Freiminuten weltweit), falls die Hauptkarte mal streikt.
Ich hoffe, der Anbieter bekommt das bald repariert!
Rückblick: Meine letzten Fahrradtouren
Es ist erstaunlich, dass meine letzten größeren Touren bereits fast fünf Jahre zurückliegen. Hier sind die Details zu den Ausflügen aus dem Frühjahr und Sommer 2021:
- 04. Juni 2021: Von Wilhelmshagen nach Buckow Diese Tour führte in die „Perle der Märkischen Schweiz“. Buckow, ein staatlich anerkannter Kneippkurort, liegt im Zentrum des gleichnamigen Naturparks. Trotz wechselhaften Wetters war die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft ein echter Genuss.
- 29. Mai 2021: Mönchmühle (Mühlenbeck) Am einem Samstagnachmittag ging es von Berlin-Charlottenburg aus ins malerische Mühlenbecker Land. Die knapp 40 Kilometer lange Strecke bot mit ihren Seen und Wäldern die perfekte Gelegenheit, um den Kopf freizubekommen.
- 21. Mai 2021: Nach Nieder Neuendorf Diese Herausforderung startete in Berlin-Mitte und führte über Tegel, Heiligensee und Hennigsdorf. Besonders anstrengend waren die Windböen von bis zu 60 km/h, doch nach über zwei Stunden war das Ziel in Nieder Neuendorf erreicht.









