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Natur-Wanderung-Norden-Berlin-Moorlinse-Hobrechtsfelde-Schönower Heide


Naturerlebnisse im Norden – Eine Wanderung durch die Rieselfelder


​Bereits um 08:00 Uhr startete meine heutige Tour in Spandau, von wo aus es direkt nach Buch ging. Der frühe Aufbruch ermöglichte es mir, die Strecke in aller Ruhe zu absolvieren. Hier ist der Rückblick auf die einzelnen Stationen des Tages.


​Station 1: Das Biotop Moorlinse


​Mein erster Halt war die Moorlinse. Dieses Gewässer ist ein überaus wertvolles Refugium für Amphibien, Reptilien und Vögel. Nachdem das Gebiet einst durch Rieselfeldnutzung und Entwässerung degradiert war, entwickelte es sich seit den 1990er Jahren zu einem bedeutsamen „Hotspot“ für die lokale Fauna. Heute zählt die Moorlinse – neben den Bucher Bogenseen und den Karower Teichen – zu den wichtigsten Laichgewässern im Berliner Norden. Nach dieser Erkundung hieß es erst einmal wieder zurück Richtung S-Bahn, um den weiteren Weg anzutreten.



Station 2: Skulpturenweg „Steine ohne Grenzen


​Nachdem ich auf den richtigen Pfad gewechselt war, erreichte ich den Skulpturenweg „Steine ohne Grenzen“. Diese Station ist ein absolutes Highlight, bei dem massive Steinskulpturen in der weitläufigen Landschaft einen starken visuellen Kontrast bilden. Es war eine hervorragende Gelegenheit, die Kunstwerke und die sie umgebende Natur in Ruhe festzuhalten.



Station 3: Gut Hobrechtsfelde und das Besucherzentrum


​Ein besonders spannender Teil der Tour war das Gebiet um Hobrechtsfelde. Hier befindet sich der ehemalige Kornspeicher des einstigen Berliner Stadtgutes. Dieses denkmalgeschützte Gebäude dient heute als Besucherzentrum und bietet eine interessante Ausstellung zur Geschichte der Rieselfelder. Gleichzeitig konnte ich hautnah sehen, wie aktiv an der Heilung der Landschaft gearbeitet wird: Im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts wurden ehemalige Entwässerungsgräben abschnittsweise verfüllt, um das Wasser wieder in der Landschaft zu halten. Ziel ist es, den „Hobrechtswald“ langfristig als naturnahen Erholungsraum zu stärken und Feuchtgebiete zu reaktivieren. Diese Kombination aus historischem Gutshof-Flair und aktiver Renaturierung macht Hobrechtsfelde zu einem Ort, an dem man wunderbar innehalten kann.



Station 4: Beobachtungsberg am Heidepfad in der Schönower Heide


​Die Tour führte mich schließlich weiter bis in die Schönower Heide. Der dortige Beobachtungsberg mit seinem überdachten Unterstand inmitten der weiten Heidelandschaft bietet einen exzellenten Überblick über das Terrain. Er ist ein idealer Ort, um die offene Landschaft des ehemaligen Truppenübungsplatzes zu überblicken, von wo aus Besucher bei guter Sicht Dam-, Rot- und Muffelwild beobachten können.



Station 5: Rückweg nach Bernau


​Den Abschluss bildete der Fußmarch aus der Heide hinaus in Richtung Bernau. Der Weg bot noch einmal die Gelegenheit, die Region auf sich wirken zu lassen, bevor es von dort aus entspannt mit der S-Bahn zurück nach Hause ging.




Fazit: Das Rucksack-Dilemma – Wenn die Ausrüstung stört


​Am Ende möchte ich noch eine wichtige Erfahrung teilen, die mich heute begleitet hat. Ich hatte mir für Wanderungen gestern den Wanderrucksack MH500 38 L bei Decathlon zugelegt, da mich vor allem die versprochene Belüftung überzeugt hatte.

​Doch in der Natur zeigte sich ein unerwartetes Problem: Sobald es um mich herum still wurde, fing das Material bei jeder Bewegung mit einem monotonen Rascheln an, das sich besonders im oberen Rückenbereich bemerkbar machte. Die technische Analyse zeigt auch warum: Die Kombination aus einem Polyamid-Hauptgewebe mit einer Polyurethan-Beschichtung sorgt bei der Rückenplatte aus gespanntem Mesh für genau diese akustische Begleitung, die man in der Stille der Natur bei jedem Schritt deutlich hört. Was im hektischen Geschäft oder auf einer lauten Straße völlig untergeht, wird im Wald schnell zur Belastung. Da das Geräusch konstruktionsbedingt durch das Gewebe entstand, habe ich den Rucksack nach meiner Rückkehr in die Filiale zurückgegeben. Für meine künftigen Touren bleibe ich daher erst einmal bei meinem alten Begleiter, der zwar vielleicht weniger Belüftung bietet, dafür aber absolut geräuschlos ist. Ein wichtiger Tipp für Sie: Testen Sie Ihre Ausrüstung immer dort, wo Sie sie wirklich nutzen – in der Natur!



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