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Frühlingsanfang-Spandau-Gatow-Spaziergang


Frühlingserwachen in Spandau


​Heute schreiben wir den 1. März 2026 – meteorologischer Frühlingsanfang! Passend dazu hat uns der Tag mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Die Temperaturen waren dabei für mich überhaupt nicht frisch, sondern einfach herrlich angenehm. Es war genau das richtige Wetter, um wieder auf unsere bewährte Route von Spandau nach Hohengatow aufzubrechen.


Gleiche Route, völlig neues Gefühl


​Wir sind heute genau die gleiche 5-Kilometer-Tour gegangen, die wir bereits Anfang Januar bei tiefem Schnee absolviert haben. Doch der Kontrast könnte kaum größer sein: Wo im Januar noch dicke Schneedecken die Geräusche schluckten, glitzerte die Havel heute unter der kräftigen Märzsonne.

​Unsere heutige Wanderung begann auf der sonnigen Dr. Kleusberg-Promenade, die uns direkt am Wasser entlangführte. Ein architektonisches Highlight am Wegesrand war dabei die beeindruckende Villa Lemm mit ihrer markanten grünen Kuppel. Dieses prachtvolle Anwesen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für den Schuhputzmittel-Fabrikanten Otto Lemm erbaut. Besonders faszinierend ist, dass die Gartenanlage ganz in der Tradition englischer Landschaftsgärten gestaltet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Villa den Kommandanten des britischen Sektors als Residenz, bevor sie später wieder in Privatbesitz überging. Heute steht das gesamte denkmalgeschützte Areal für die historische Pracht dieser Gegend.

​Von dort aus setzten wir unseren Weg durch den Rothenbücherweg fort, in dem man den nahenden Frühling in der klaren Luft schon deutlich spüren konnte. Nach dieser ersten Etappe war es Zeit für eine kleine Auszeit. Ich habe es mir auf einer der großen Holz-Sonnenliegen so richtig gemütlich gemacht und die ersten intensiven Sonnenstrahlen des Jahres genossen.

​Gut erholt passierten wir anschließend den Ruderverein Collegia 1895 e.V.. Der Verein bietet in herrlicher Havellage eine tolle Gemeinschaft, vom klassischen Rudertraining in Renn- und Fahrtenbooten bis hin zum Fitnessraum mit modernen Trainingsgeräten. Direkt daneben unterstreicht der Paddel-Club Wiking e.V. in Spandau die lange sportliche Tradition an diesem Uferabschnitt.



Geschichte und Freizeit in Gatow


​Ein interessanter Abstecher führte uns zum Areal des historischen Kornspeichers in Alt-Gatow. Dieses beeindruckende Fachwerkhaus in der Buchwaldzeile 45 ist ein echtes Highlight für Geschichtsinteressierte:

  • Der Kornspeicher: Er wurde bereits im Jahr 1761 erbaut und gilt damit als das älteste nicht-sakrale (also nicht kirchliche) Gebäude in Gatow.
  • Ein Stück Geschichte: Der Speicher ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude des ehemaligen Beutel’schen Hofes. Er erinnert an die landwirtschaftliche Vergangenheit des Ortes, als Gatow noch ein eigenständiges Dorf vor den Toren Spandaus war.
  • Rettung durch Ehrenamt: Dass wir das Gebäude heute in diesem guten Zustand bewundern können, verdanken wir dem Förderverein historisches Gatow, der das Haus zwischen 2005 und 2006 aufwendig restauriert hat.

​An der Kleinen Badewiese, einer beliebten, rund 2,4 km langen Badestelle an der Unterhavel, gab es einen kleinen Navigations-Tipp für Sie: Da der Uferweg hier privat bebaut ist, muss man ein Stück zurück zur Straße laufen, links abbiegen und kann erst später wieder ans Wasser zurückkehren. Während wir den Blick über das ruhige Wasser genossen, wurde es sportlich: Christina hat eine Runde auf der Seilbahn des Spielplatzes gedreht – ein Riesenspaß!


 

Zum Ausklang sind wir noch ein Stück die Straße entlanggelaufen, bevor wir wieder zur Havel abbogen. Dort entdeckten wir das Lokal Havelwelle. Es war heute zwar noch geschlossen, aber es ist ein schöner Ort, den man sich für den Sommer merken sollte. Auf der Havel selbst war es ein angenehm ruhiger Sonntagvormittag, nur vereinzelt kamen uns Jogger entgegen, bis wir schließlich wieder unser Ziel an der Busstation Helleberge erreichten.

 


Weitere Spaziergänge und Wanderungen: