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Tiefwerder-Wiesen-Spandau-Spaziergang-Freybrücke


Spandauer Kontraste: Von der Heide-Wildnis zum Heimspiel in Tiefwerder


​Die letzten Tage standen ganz im Zeichen der Spandauer Natur. Nachdem wir erst am Sonntag die weite Döberitzer Heide erkundet hatten, stand heute mit Christina ein entspanntes Heimspiel in den Tiefwerder Wiesen auf dem Plan.


Rückblick: Technik-Rätsel in der Döberitzer Heide


​Vorgestern zog es uns hinaus Richtung Obelisk. Wer meinen letzten Bericht zur Döberitzer Heide gelesen hat, weiß, dass mein Smartphone dort plötzlich einen „potenziellen Diebstahl“ meldete. Ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob es an der Kälte lag oder ob das Handy einfach mit der Kombination aus meinem hohen Tempo und der völlig fremden, menschenleeren Umgebung der Heide überfordert war – ein krasser Kontrast zu den gewohnten Runden im Park! Aber trotz dieser Technik-Rätsel war die weite Landschaft ein echtes Erlebnis.


Heute: Entschleunigung in den Tiefwerder Wiesen


​Nach der Tour am Sonntag ließen wir es heute ruhiger angehen. Unser Startpunkt war die Freybrücke. Von dort aus bietet sich ein fantastischer Blick über die Havel, bevor man in das verwunschene Wegenetz von Tiefwerder eintaucht. Wir sind dem Rundwanderweg gefolgt, vorbei an rustikalen Holzschildern Richtung Pichelswerder und Dorf Tiefwerder.

​Die Stimmung an den Kanälen mit den kleinen Bootshäusern ist fast ein bisschen wie im Spreewald. Ein besonderer Moment der Ruhe war die Pause auf einem mächtigen Baumstamm mitten im Wald und der Blick auf die weiße Bank mit der Aufschrift „Platz zum Träumen“.


Das Rätsel um die Wasserbüffel


​Natürlich war die Vorfreude groß, die berühmten Wasserbüffel zu sehen, die hier als natürliche Landschaftspfleger leben. Doch auf der Weide herrschte gähnende Leere.


Die Lösung: Bei diesen winterlichen Temperaturen ziehen sich die Tiere entweder weit in das schützende, hohe Schilf zurück oder sie sind bereits in ihr geschütztes Winterquartier umgezogen. Da sie sehr mobil sind, wechselt ihr Standort je nach Projektstand. Auch wenn sie heute schüchtern waren, ist es ein tolles Projekt für die Artenvielfalt in Spandau.


Kleine Glücksmomente am Wegesrand


​Auch ohne Büffel-Sichtung gab es Schönes zu entdecken:

  • "Platz zum Träumen": Diese weiße Metallbank direkt am Zaun ist ein wunderbarer Ort, um kurz innezuhalten.
  • Pause auf dem Baumstamm: Ein mächtiger, liegender Stamm bot die perfekte Gelegenheit für eine kleine Rast in der Wintersonne.


Mein Fazit: Heimspiel statt Fernweh


​Es war ein schöner Vormittag an der frischen Luft, keine Frage. Aber wenn ich ehrlich bin: Eine richtige „Auszeit“ war das für mich heute nicht. Da wir uns mitten in unserem eigenen Stadtbezirk bewegt haben, fehlte mir das Gefühl eines echten Aufbruchs.

​So schön die Tiefwerder Wiesen auch sind, bin ich mit den Gedanken eigentlich schon ganz woanders. In zwei Wochen geht es nämlich nach Oberstdorf und ins Kleinwalsertal! Die Vorfreude auf die richtige Bergwelt ist riesig, und dagegen kommt ein Spaziergang im eigenen Kiez natürlich schwer an. Die größeren Wanderungen außerhalb Berlins oder im Alpenvorland haben für mich einfach einen ganz anderen Reiz und sind am Ende doch viel schöner und abwechslungsreicher.


Update: 01.03.2026