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Spandau-Wandern-Döberitzer-Heide-Obelisk-M49


Winterliche Stille in der Döberitzer Heide: Unser Ausflug zum Obelisken


​Christina und ich sind gerade zurück von unserem Sonntagsspaziergang. Bei knackigen Temperaturen um den Gefrierpunkt haben wir die frische Januar-Luft in der Döberitzer Heide genossen. Statt der ganz großen Runde haben wir uns heute für die Tour zum historischen Obelisken entschieden.


Der Start: Pünktlich in die Wildnis


​Gegen 9:00 Uhr morgens sind wir an der Haltestelle Heerstraße / Nennhauser Damm aus dem Bus gestiegen und direkt losgelaufen. Wichtig für alle Nachwanderer: Die Heide fängt nicht direkt an der Bushaltestelle an. Man läuft zuerst ein kleines Stück als „Zubringer“, bis man das offizielle Tor zum Naturschutzgebiet erreicht. Erst ab dort beginnt die eigentliche, weite Wildnis.


Abenteuerliche Wege und Technik-Tücken


​Obwohl wir uns vorab eine Route bei Google Maps herausgesucht hatten, zeigte uns die Natur schnell die Grenzen der Technik auf. Die Anzeige war zeitverzögert, und statt der geplanten geraden Strecke gab es immer wieder Abweichungen. Wir mussten ständig improvisieren: Erst nach rechts, dann wieder ein Stück geradeaus, dann nach links. Das Handy hat dabei ständig gepiept, weil es versuchte, die Route den tatsächlichen Pfaden am Waldrand anzupassen.

​Aber wie heißt es so schön: Alle Wege führen nach Rom – und in unserem Fall eben zum Ziel! Man darf sich hier echt nicht blind auf die App verlassen, da manche Wege im Gelände unsicher wirken oder gar nicht existierten.


Geschichte und Wildnis hautnah: Der Obelisk


​Dass die Heide über 300 Jahre lang ein Truppenübungsplatz war, merkt man an der Weite. Da im Boden immer noch Munitionsreste liegen können, sind wir natürlich brav auf den offiziellen (und sicheren) Wanderwegen geblieben.

​Unser Ziel, der Obelisk, stand beeindruckend in der winterlichen Landschaft – ein tolles Motiv für meine Fotos heute! Dieser Turm ist ein echtes Denkmal der Militärgeschichte: Er wurde bereits 1890 zur Erinnerung an die großen Truppenmanöver unter Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. errichtet. Ursprünglich war er sogar noch prachtvoller mit Bronzetafeln geschmückt. Heute erinnert er uns daran, wie sich die Natur ein ehemaliges Militärgelände zurückerobert hat.

​Das Gelände wird heute vorbildlich von der Heinz-Sielmann-Stiftung betreut. Auch wenn sich die Wisente und Przewalski-Pferde heute eher in den geschützten Bereichen der Kernzone aufgehalten haben, spürt man förmlich, wie wichtig dieses Refugium für die Tiere ist.


"Wer mehr über die spannende Geschichte des Obelisken und die militärische Vergangenheit der Heide lesen möchte, findet hier einen interessanten Artikel."


Der Rückweg: Intuition schlägt Algorithmus


​Auf dem Rückweg vom Obelisken zum Havelpark wollte uns Google Maps über eine unsinnige blau gepunktete Linie schicken. Wir haben uns stattdessen für die grau gepunktete Alternative entschieden – ein deutlich besserer, sicherer Weg, der uns in knapp 30 Minuten zum Havelpark brachte.


Finale an der Straße: Sonne und Technik-Schreck


​Vom Havelpark aus sind wir das letzte Stück direkt an der B5 entlang zurück zur Bushaltestelle gelaufen (ca. 43 Minuten). Und wie es das Schicksal so will: Kaum hatten wir die Station am Ende erreicht, kam die Sonne raus! Das graue Wetter davor hatte zwar seinen Reiz, aber der sonnige Abschluss war natürlich das Highlight.

​Auf diesem letzten Stück an der Straße gab es dann noch eine kuriose Anekdote: Mein Handy meldete plötzlich einen „potenziellen Diebstahl“! Wahrscheinlich waren die Sensoren durch die Kälte oder die Bewegung beim Laufen völlig irritiert. Das Kuriose dabei: Als ich die Benachrichtigungsleiste herunterscrollte, sah ich zwar das blaue Symbol für den Fingerabdruck-Sensor, aber das Handy wurde nicht gesperrt. Ich konnte alles ganz normal weiter bedienen. Mein Handy war auf den letzten Metern wohl nervöser als ich.😉



Nachdem ich erst vorgestern alleine die Wege zum Scheinwerferberg erkundet habe (den Bericht dazu findet ihr hier), war es heute eine tolle Abwechslung, die Weite der Heide gemeinsam mit Christina zu genießen.


Update: 01.03.2026