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Winterwanderung Kripp-Remagen


Winterwanderung nach Remagen: Geschichte hautnah erleben


​Heute stand ein ganz besonderes Highlight unserer Tour auf dem Plan. Bei knackigen Minusgraden und einem dicht bewölkten Himmel machten wir uns auf den Weg, um ein Stück Weltgeschichte am Rhein zu erleben.


​Die Anreise: Mit der Fähre über den Rhein


​Unser Abenteuer startete in Linz am Rhein. Von dort aus nahmen wir die Rheinfähre rüber nach Kripp. Der Ausblick auf den grauen, kraftvollen Fluss war beeindruckend.

​Kripp ist für uns fast schon eine jährliche Tradition. Schon im Dezember 2023 starteten wir hier unsere Wanderung. Damals führte uns der Weg allerdings in die entgegengesetzte Richtung nach Sinzig, um das dortige Schloss und die Geschichte der Barbarossastadt zu erkunden. Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die Wege ab der Fähre sind: Letztes Mal die kaiserliche Geschichte, dieses Mal die weltberühmte Filmgeschichte in Remagen.


4 Kilometer Geschichte am Rheinufer


​In Kripp angekommen, starteten wir unsere Wanderung. Wir liefen direkt am Rheinufer entlang bis nach Remagen. Die Strecke ist etwa 4 Kilometer lang und bietet einen ständigen Blick auf den majestätischen Rhein. Trotz der Kälte war es ein herrlicher Spaziergang, um die frische Winterluft zu genießen und den Kopf frei zu bekommen.


Die Brückentürme: Ein Mahnmal aus Stein


​Das Highlight war natürlich die Ankunft an den massiven Türmen der ehemaligen Ludendorff-Brücke. Wenn man zu Fuß auf diese steinernen Zeugen der Geschichte zuläuft, wirken sie noch imposanter als vom Wasser aus.


Interessante Fakten von den Informationstafeln vor Ort:

  • Die Flutbögen: Anstelle eines durchgehenden Dammes wurden zwei 30 Meter breite Flutbögen gebaut, damit das Hochwasser abfließen konnte. Der westliche Bogen wurde im Januar 1945 durch Bomben zerstört, woraufhin deutsche Pioniere eine hölzerne Behelfsbrücke errichteten.
  • Strategische Aussicht: Die heutige Aussichtsplattform markiert den Beginn des ehemaligen Bahndamms, der sich 2,5 Kilometer weit bis ins Ahrtal erstreckte. Von hier oben erblickte Leutnant Timmermann am 7. März 1945 zum ersten Mal die damals noch intakte Brücke.
  • Weg der US-Truppen: Der Vorstoß der Amerikaner (u.a. Platoon DeLisio, Burrows und Chinchar) führte quer durch Remagen, vorbei an Punkten wie dem Gasthaus „Waldschlösschen“, der Apollinariskirche und dem St. Anna Kloster.

Weltberühmt durch Hollywood: Der Film „Die Brücke von Remagen“


​Man kann heute nicht an den Brückentürmen stehen, ohne an den legendären Kriegsfilm von 1969 zu denken. Der Film Die Brücke von Remagen“ zeigt eindrucksvoll die dramatischen Ereignisse rund um die Eroberung im März 1945.

​Interessant ist: Obwohl die Geschichte hier in Remagen spielt, wurde der Film größtenteils in der damaligen Tschechoslowakei (in der Stadt Most) gedreht, da der Rhein für die Dreharbeiten zu belebt war und man dort eine ähnliche Brücke fand. Durch diesen Film wurde das „Wunder von Remagen“ – die Eroberung der intakten Brücke durch die US-Truppen – zu einem festen Begriff der Zeitgeschichte.


"Heute stehen wir am Schauplatz des weltberühmten Films. Die massiven Türme wirken in echt noch viel beeindruckender als auf der Leinwand!"



In der Altstadt von Remagen


​Nach dem geschichtsträchtigen Teil an der Brücke haben wir noch die Altstadt von Remagen erkundet. Rund um den Marktplatz gibt es wunderschöne Fachwerkhäuser und historische Altbauten zu entdecken. 


Der Rückweg: Bequem mit Bus und Fähre


​Nachdem wir die Altstadt besichtigt hatten, entschieden wir uns für den gemütlichen Rückweg. Wir nahmen den Bus der Linie 827 zurück nach Kripp. Das war bei den frostigen Temperaturen eine willkommene Aufwärmpause. Von Kripp aus ging es dann mit der Fähre wieder zurück nach Linz.


Ein gemütlicher Ausklang in Linz


​Nach unserem Ausflug waren wir zeitig am Mittag schon wieder zurück in Linz am Rhein. Zurück in der Ferienwohnung haben wir uns erst einmal aufgewärmt und uns Spaghetti Bolognese gekocht. Danach sind wir mittags noch einmal kurz losgezogen und haben eine Kleinigkeit für Silvester eingekauft, damit wir für den Jahreswechsel gut vorbereitet sind.



Mein Fazit


​Auch wenn die Sonne sich heute nicht gezeigt hat: Die Kombination aus der Wanderung am Rhein, der tiefen Geschichte der Brücke und dem Charme der Fachwerkhäuser war absolut lohnenswert. Ein echtes Winter-Erlebnis am Rhein.


Ausblick: Morgen geht es weiter!


​Heute Morgen hatten wir zwar noch Minusgrade und es war den ganzen Tag über grau und kühl, aber die Wettervorhersage verspricht Besserung. Morgen soll die Sonne wieder für uns scheinen und es wird ein kleines bisschen wärmer. Das ist das perfekte Wetter für unser nächstes Ziel: Wir planen die Wanderung auf dem Rotbäckchen-Weg! Ich bin gespannt, welche Ausblicke uns dort erwarten, und werde natürlich wieder berichten.


Update: 11.05.2028