Ein perfekter Tag in Strande
Wir haben einen wunderschönen Tagesausflug in das Ostseebad Strande unternommen. Das idyllische ehemalige Fischerdorf liegt malerisch auf der Halbinsel Dänischer Wohld, nur einen Katzensprung nördlich von Kiel. Mit seiner charmanten Strandpromenade, dem lebhaften Hafen und der beeindruckenden Steilküste ist es die perfekte Kulisse für einen erholsamen Tag am Meer.
Mit der Fördefähre von Kiel nach Strande
Unsere entspannte Reise begann schon auf dem Wasser: Mit der Fördefähre von Kiel nach Strande glitten wir um 09.30 Uhr in See und genossen die
morgendliche Brise. Als wir gegen 11.05 Uhr in Strande anlegten, waren wir bereit, die malerische Küstenlandschaft zu erkunden.
Das Highlight: Leuchtturm Bülk
Kaum an Land, zog es uns direkt zum Wahrzeichen des Ortes: dem Leuchtturm Bülk. Auch wenn der Leuchtturm selbst aktuell geschlossen ist, ist der Weg dorthin schon ein
Erlebnis. Der angrenzende Leuchtturm-Pavillon bot uns die perfekte Gelegenheit für eine kleine Stärkung und einen herrlichen Blick über die Weiten der Ostsee. Die rauen Steilküsten und feinen
Strände wechseln sich hier ab und die gut ausgebauten Wanderwege laden zu ausgedehnten Spaziergängen entlang des Wassers ein.
Wir ließen uns Zeit, genossen die maritime Atmosphäre und die Ruhe, bevor wir gemütlich zum Fähranleger zurückschlenderten. Von dort aus ging es für uns mit Bus und Bahn weiter nach Eckernförde,
wo der Tag eine besondere Wendung nahm.
Kulinarischer Abschluss in Eckernförde
Am Abend erwartete uns im Ristorante Alfredo in Eckernförde – direkt am Hafen gelegen und bekannt für seine köstlichen italienischen Spezialitäten – ein ganz besonderes
Wiedersehen. Ein Tisch für drei war bereits aus Berlin reserviert, und so ließen wir den ereignisreichen Tag bei hervorragendem Essen und angeregten Gesprächen ausklingen, während wir
Erinnerungen an einen Menschen aus Christinas Vergangenheit aufleben ließen. Ein perfekter Abschluss für einen perfekten Tag an der Ostsee.
Infos:
Geschichte von Strande
Strande, ein malerisches Dorf an der Kieler Förde, hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1270, als er noch "Stranne" hieß. Damals war Strande ein kleines Fischerdorf, dessen Bewohner hauptsächlich von der Ostsee lebten. Die Fischerei blieb über Jahrhunderte hinweg der wichtigste Erwerbszweig.
Eine entscheidende Wende erlebte Strande im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen des Seebäderwesens. Immer mehr Menschen suchten Erholung an der Küste. Die idyllische Lage und der feine Sandstrand machten Strande zu einem attraktiven Ziel. 1875 wurde das erste Kurhaus eröffnet, was den Grundstein für den Tourismus legte. Die Anbindung an die Kleinbahn nach Kiel Ende des 19. Jahrhunderts beschleunigte diese Entwicklung zusätzlich.
Im 20. Jahrhundert, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, wandelte sich Strande endgültig vom Fischerdorf zum beliebten Urlaubsort. Der Bau des Yachthafens in den 1960er Jahren machte Strande auch für Segler attraktiv. Heute ist der Ort bekannt für seine entspannte Atmosphäre, die Nähe zur Natur und das Zusammenspiel von maritimem Flair und touristischer Infrastruktur, die die historische Identität des Ortes bewahrt hat.