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Highline 179 Reutte


Highline 179: Tagesausflug von Füssen & Schwangau Die Highline 179 in Tirol, die längste Fußgängerhängebrücke der Welt, ist ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug von Füssen oder Schwangau aus.​Anreise & Route Die Anreise war ein Kinderspiel: Von Schwangau ging es über Füssen mit dem Bus nach Reutte. Eine kurze Fahrt trennte uns von unserem Ziel, der Highline 179, die sich majestätisch über die B179 spannt. Mit einer Länge von 406 Metern und einer Höhe von 114 Metern ist sie nicht nur ein Rekordhalter, sondern auch ein Nervenkitzel für alle Besucher. Nach einem gemütlichen 20-minütigen Spaziergang erreichten wir die Brücke, die die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia verbindet. Der Blick von der Brücke ist atemberaubend, auch wenn der Mut erst gefunden werden muss! Mit etwas Tapferkeit haben wir uns auf die beeindruckende Hängebrücke gewagt und die spektakuläre Aussicht auf die Burgenwelt Ehrenberg und die umliegende Bergwelt genossen. Ein absolutes Muss für jeden, der diesen unvergleichlichen Panoramablick erleben möchte. Nachdem wir die Brücke überquert hatten, erkundeten wir die historische Ruine Ehrenberg, die majestätisch über dem Tal thront. Mittagessen gab’s im Restaurant Salzstadl: Bratwurst mit Sauerkraut und Knödeln – einfach lecker. Zurück im charmanten Zentrum von Reutte ließen wir den ereignisreichen Tag bei einem köstlichen Eis ausklingen, bevor wir mit vollen Mägen und glücklichen Erinnerungen die Rückreise nach Schwangau antraten. Ein perfekter Tagesausflug zur Highline 179, den wir jederzeit wiederholen würden.Eintritt & Besuch Der Eintritt zur Highline 179 beträgt 8 € pro Person. Tickets können am Automaten erworben werden. Ein Besuch lässt sich ideal mit einer Erkundung der Ruine Ehrenberg verbinden.Infos:https://www.highline179.tirol/



Highline 179: Eine Erfolgsgeschichte über den Wolken


​Die Highline 179, die sich hoch über der Fernpassstraße bei Reutte in Tirol spannt, ist weit mehr als nur eine spektakuläre Hängebrücke. Ihre Entstehung ist eine bemerkenswerte Geschichte von Visionen, Mut und dem touristischen Wandel einer ganzen Region.


Die Idee: Verbindung von Geschichte und Moderne


​Die Wurzeln der Highline 179 liegen in der reichen Geschichte der Burgenwelt Ehrenberg. Dieses Festungsensemble, bestehend aus der Burgruine Ehrenberg, der Klause, dem Fort Claudia und der Festung Schlosskopf, war über Jahrhunderte ein strategisch wichtiger Punkt, der über eine der wichtigsten Handelsrouten in den Süden wachte.

​Lange Zeit war dieses historische Juwel etwas in Vergessenheit geraten. Dann, im Jahr 2009, wurde die visionäre Idee geboren, die vier Teile der Burgenwelt wieder miteinander zu verbinden und das gesamte Areal zu einem attraktiven Besucherziel zu machen. Der Architekt Armin Walch hatte die kühne Vorstellung, eine Fußgängerhängebrücke zu bauen, die das Tal überspannt und die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia auf der gegenüberliegenden Talseite verbindet.


Die Verwirklichung: Vom Traum zum Weltrekord


​Die Umsetzung dieser Idee war anfangs eine große Herausforderung. Die Finanzierung schien schwierig, und es dauerte mehrere Jahre, bis das Projekt Gestalt annahm. Doch die Verantwortlichen glaubten fest an das Potenzial der Brücke. Ziel war es, nicht nur eine einfache Verbindung zu schaffen, sondern eine spektakuläre Attraktion, die die Region nachhaltig belebt.

​Mit einem ehrgeizigen Plan wurde die Brücke schließlich auf eine Länge von 406 Metern ausgelegt – genug, um den damaligen Weltrekord der längsten Fußgängerhängebrücke im Tibet-Stil zu brechen. Die Bauarbeiten, die von der Firma Strabag in nur sechs Monaten umgesetzt wurden, waren eine technische Meisterleistung. Der Verkehr auf der darunterliegenden Fernpassstraße B 179 wurde dabei nicht unterbrochen.


Die Eröffnung und ihre Wirkung


​Am 22. November 2014 wurde die Highline 179 feierlich eröffnet. Die spektakuläre Brücke, die sich 114 Meter über dem Boden befindet, wurde sofort zu einem Besuchermagneten. Der Name "Highline 179" leitet sich dabei von der darunterliegenden Fernpassstraße ab, deren Nummer ebenfalls B179 ist.

​Mit der Eröffnung erwachte die gesamte Burgenwelt Ehrenberg aus ihrem Dornröschenschlaf. Die Highline 179 wurde zum Herzstück der Anlage und lockte hunderttausende Besucher an, die nicht nur den Nervenkitzel der Überquerung suchten, sondern auch die imposanten historischen Gemäuer der Burgruinen erkundeten. Die Brücke ist ein perfektes Beispiel dafür, wie moderne Architektur und kühne Ideen dazu beitragen können, historisches Erbe zu erhalten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sie ist ein Symbol für den gelungenen Spagat zwischen Tradition und touristischer Innovation.