Am Vormittag
haben wir uns das idyllische Schwangau genauer
angesehen. Bei einem gemütlichen Spaziergang haben wir die urige Käsealm entdeckt und uns dort mit Buttermilch erfrischt.
Anschließend gab es in einem italienischen Lokal ein köstliches Mittagessen.
Panoramafahrt durch den Königswinkel
Um 13:45 Uhr startete unsere Panoramafahrt am Rathaus mit einem komfortablen Bus der Firma Kößler. Die Tour führte uns durch die traumhafte Landschaft des Füssener Königswinkels, bekannt für seine Naturschätze und historischen Bauwerke.
Unterwegs sahen wir malerische Burgruinen und besondere Kirchen, wie die Colomannskirche. Ein Highlight war auch der Stopp am Forggenseekraftwerk, wo wir Interessantes über erneuerbare Energien gelernt haben. Der Forggensee, Deutschlands größter Stausee, war ebenfalls sehr beeindruckend. Im Winter wird er komplett entleert, weshalb er seine volle Größe erst ab Juni erreicht.
Die Tour war eine perfekte Mischung aus Natur und Kultur.
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Geschichte des Forggensee-Kraftwerks: Vom Lech-Stausee zur Energieregion
Der Forggensee, der größte See des Allgäus, ist weit mehr als nur ein malerisches Gewässer vor der Kulisse von Schloss Neuschwanstein. Er ist das Herzstück einer beeindruckenden technischen Leistung, deren Geschichte eng mit der Nachkriegszeit und dem Wiederaufbau Deutschlands verbunden ist. Das zugehörige Wasserkraftwerk Roßhaupten ist der Schlüssel, der diese einzigartige Symbiose aus Natur und Technik erst möglich macht.
Warum wurde der Forggensee gebaut?
Die Geschichte des Forggensees und seines Kraftwerks beginnt in den frühen 1950er-Jahren. Der wilde Lech, bekannt für seine unberechenbaren Hochwasser, stellte eine ständige Gefahr für die Anrainer dar. Gleichzeitig benötigte das Land in der Zeit des aufkommenden „Wirtschaftswunders“ dringend Strom. Die Lösung lag in einem ambitionierten Projekt: der Bau eines Stausees mit einem Kraftwerk.
Von 1950 bis 1954 wurde der Forggensee aufgestaut, um drei wesentliche Funktionen zu erfüllen:
- Hochwasserschutz: Der See dient als riesiger Speicher, der die Schmelzwasser der Alpen auffängt und so flussabwärts liegende Ortschaften vor Überschwemmungen schützt.
- Stromerzeugung: Das Wasserkraftwerk Roßhaupten (offiziell als Lechstaustufe 14 bekannt) nutzt die Kraft des Wassers zur Produktion von sauberem Strom. Es ist ein wichtiges Element der Wasserkraft in Bayern.
- Wasserspeicher: Als "Kopfspeicher" reguliert der Forggensee den Wasserstand für weitere Wasserkraftwerke entlang des Lechs, die flussabwärts liegen.
Das Kraftwerk Roßhaupten: Ein technisches Meisterwerk
Das Kraftwerk Roßhaupten, das heute von Uniper betrieben wird, ist das Kernstück dieser Anlage. Es wurde mit modernster Technik seiner Zeit gebaut und liefert seit 1954 zuverlässig Strom. Die zwei Turbinen des Kraftwerks erzeugen jährlich genug Energie, um Tausende von Haushalten mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.
Doch die Errichtung dieses Bauwerks hatte auch weitreichende Konsequenzen: Mehrere Weiler und Teile der alten Römerstraße Via Claudia Augusta verschwanden unter den Fluten des Sees.
Wenn der See verschwindet: Die Besonderheit des Forggensees
Was den Forggensee so einzigartig macht, ist sein saisonaler Zyklus. In den Wintermonaten wird der See fast vollständig abgelassen, um Platz für die Schneeschmelze zu schaffen. In dieser Zeit offenbart sich seine Geschichte: Die versunkenen Dörfer, die alten Brücken und die Spuren der Via Claudia Augusta werden sichtbar und machen den Seegrund zu einem begehbaren Freilichtmuseum.
Mit dem Anstieg der Temperaturen füllt sich der See ab Frühjahr wieder, bis er ab dem 1. Juni seine volle Stauhöhe erreicht. Dann beginnt die Sommersaison mit Wassersport und Schifffahrt, bevor der Kreislauf im Herbst erneut beginnt.
Fazit:
Der Forggensee – Mehr als ein See
Die Geschichte des Forggensees bei Füssen ist eine faszinierende Erzählung über den menschlichen Willen, die Natur zu beherrschen und ihre Kräfte nutzbar zu machen. Das Forggensee-Kraftwerk ist nicht nur ein Symbol für saubere Energie, sondern auch ein Denkmal des Wiederaufbaus und ein fester Bestandteil der Kultur und Identität der Region.
Update: 14.05.2026









