Ein Wintertag im Grunewald: Wanderung und Weihnachtsmarkt-Stimmung
Mittwochmorgen, 10 Uhr, die Stadt erwachte langsam. Christina und ich machten uns vom Berliner Hauptbahnhof auf den Weg in Richtung Potsdam, um den Trubel hinter uns zu lassen und einzutauchen in die Stille des Grunewaldes. Wir stiegen an der S-Bahn-Station Grunewald aus und starteten unsere Wanderung.
Der Weg zum Grunewaldturm war etwa 5,1 Kilometer lang. Er führte uns vorbei an der weitläufigen Kiesgrube und dem ruhigen Teufelssee. Wir genossen die frische, kühle Luft und die Stille des Waldes.
Vom Grunewaldturm aus setzten wir unsere Erkundung fort und stiegen in den Bus 218. Er schlängelt sich entlang der Havelchaussee und durch den Grunewald bis zur Heerstraße. Unterwegs kamen wir an einigen interessanten Orten vorbei, darunter der Schildhornweg, wo sich Deutschlands einziger „Selbstmörderfriedhof“ befindet. Der 1879 angelegte Friedhof war ursprünglich für unbekannte Tote, die im Grunewald gefunden wurden, gedacht. Es war ein bewegender Moment, an diesem geschichtsträchtigen Ort vorbeizukommen.
Nach unserer kleinen Tour im Grunewald ging es dann noch zum Weihnachtsmarkt in Spandau, den wir von der Heerstraße aus mit der S-Bahn in wenigen Minuten erreichten. Dort ließen wir den Tag bei gemütlicher Weihnachtsmarkt-Atmosphäre ausklingen.