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Burgkirchen-Runde-Oberstdorf-Schollang-Wanderung


Allgäuer Winter-Romantik: Die Burgkirchen-Runde im Regen


Eigentlich wünscht man sich im Februar tief verschneite Wälder, aber das Allgäu hat manchmal seinen eigenen Kopf. Statt weißer Pracht gab es bei meiner Runde zur Schöllanger Burgkirche klassischen Mischmasch aus Grau und Regen, was der Stille und der besonderen Atmosphäre in den Kapellen aber keinen Abbruch getan hat. Es war eine eher kleine, ruhige Tour, bei der ich die Natur fast ganz für mich allein genießen konnte.


Die Route im Überblick:

  • Start: Oberstdorf (Dummelsmoosbrücke)
  • Stationen: Rubi – Reichenbach – Schöllanger Burgkirche
  • Ziel: Schöllang
  • Wetter: Erst trocken, ab ca. 11:00 Uhr setzte leichter Regen ein.

Etappe 1: Von Oberstdorf nach Rubi


​Gestartet bin ich an der Dummelsmoosbrücke. Der Weg über die weiten Wiesen nach Rubi war noch entspannt und trocken. In Rubi bin ich am „Kalten Armbad“ vorbeigekommen, das zum ökumenischen Kapellen- und Kneipp-Rundwanderweg gehört. Das Herzstück des Ortes ist aber die Kapelle St. Anna. Sie wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut und ist innen wie außen ein echtes Schmuckstück.



Etappe 2: Über Reichenbach zum Endspurt


​Weiter ging es Richtung Reichenbach. Hier lohnt sich ein Blick in die Kapelle St. Jakobus, die für ihre schöne bäuerliche Barockausstattung bekannt ist. Die Wolken hingen tief in den Flanken des Rubihorns, was der Landschaft einen ganz eigenen, mystischen Look gab. In Reichenbach fiel dann die Entscheidung: Die Burgkirche nehmen wir noch mit!


 

Etappe 3: Das Highlight – Die Kapelle oben auf dem Berg

 

Pünktlich zum Erreichen des Highlights, der Schöllanger Burgkirche (St. Michael) gegen 11:00 Uhr, setzte leichter Regen ein. Die Kapelle thront majestätisch oben auf dem Berg und ist schon von weitem sichtbar. Der Name "Burgkirche" erinnert daran, dass hier früher die Burg Schöneck stand, doch heute ist die Kapelle der Ruhepunkt des Gipfels. Der Ausblick von dort oben auf das weite Illertal hat gerade bei diesem „Schmuddelwetter“ etwas Magisches und Belohnendes nach dem Aufstieg.

 


Rückweg & Fazit


​Der Abstieg nach Schöllang ging fix. Bevor ich zur Bushaltestelle ging, bin ich im Ort noch einmal kurz in die Pfarrkirche St. Erasmus (die Dorfkirche) gegangen. Es ist immer wieder schön, zum Abschluss einer Tour die Stille in der Kirche zu genießen.

​An der Bushaltestelle hatte ich dann echtes Glück mit dem Timing: Ich kam an und schon nach wenigen Minuten kam dei Buslinie 45, die mich direkt zurück nach Oberstdorf gebracht hat.

Insgesamt war das heute eine leichte und eher kleinere Tour, da ich schon am frühen Mittag wieder zeitig fertig war. Vielleicht wird das ja sogar meine neue „Lieblings-Sportart“: Heute habe ich unterwegs nämlich gar kein Geld ausgegeben! Wenn ich mit Christina reise, gehört das Einkehren ab und zu natürlich dazu, aber wenn ich alleine unterwegs bin, brauche ich das gar nicht – da habe ich ja meine Frühstücks-Semmel mit dabei und mir reicht die Natur völlig aus. Wer also auf den Geldbeutel achten möchte, für den ist so eine Solo-Wanderung genau das Richtige.



💡 Mein Schlechtwetter-Tipp: Die Sturmannshöhle


​Falls der Regen doch zu viel wird: Nicht weit von hier liegt die Sturmannshöhle in Obermaiselstein. Ich war dort schon einmal mit Christina im Jahr 2014. Man gelangt über 180 Stufen hinab in den Kessel. Da es dort konstant 4 °C sind, ist man vor dem Regen draußen bestens geschützt. Besonders der unterirdische Bach ist ein echtes Highlight.