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Lava-Dome


Abenteuer in der Tiefe

Unser Besuch im Lava-Dome und Lavakeller Mendig


Wo die Erde bebt – Genau das haben wir heute an diesem Sonntag in Mendig erlebt! 

Unser Ziel: der Lava-Dome, das Deutsche Vulkanmuseum, und der geheimnisvolle Lavakeller. Ein Kombi-Ticket sicherte uns den Zugang zu beiden Attraktionen, inklusive einer Führung um 12:00 Uhr – perfekt getimt für ein umfassendes Vulkan-Erlebnis.


Im Herzen des Geschehens


Der Lava-Dome.

Mit unseren Kellermarken für den Lavakeller in der Hand, die uns eine feste Uhrzeit für die spätere Tour garantierten, starteten wir unseren Rundgang im Lava-Dome. Und was soll ich sagen? Dieses Museum ist alles andere als staubig!

Die multimediale Ausstellung hat uns direkt in den Bann gezogen. Im Vulkankino erlebten wir hautnah die Geschichte des wohl stärksten Vulkanausbruchs der jüngeren Vergangenheit, der die gesamte Eifelregion nachhaltig prägte. Man spürt förmlich die Urgewalt, die hier am Werk war!

Besonders begeistert hat uns auch die interaktive Werkstatt. An zehn Stationen konnten wir durch Spiele und Experimente selbst in die Welt der Vulkane eintauchen. Hier wird Wissenschaft wirklich erlebbar gemacht, was nicht nur für Kinder super spannend ist. Und das Rundkino mit seiner "Nachrichtensendung" über einen erneuten Ausbruch des Laacher-See-Vulkans? Absolut genial inszeniert und lässt einen kurz innehalten, wie lebendig unsere Erde doch ist.

32 Meter unter Mendig: 


Die faszinierende Welt des Lavakellers


Pünktlich um 12:00 Uhr war es dann so weit: Wir betraten den weltweit einzigartigen Felsenkeller. Schon die 150 Stufen hinab in die Tiefe sind ein Erlebnis für sich – direkt hinein in einen erstarrten Lavastrom! Wer es bequemer mag, kann aber auch den Aufzug nutzen.

Unten angekommen, öffnete sich uns eine gigantische, verzweigte Welt. In 32 Metern unter Mendig erstreckt sich ein System aus Schächten und Stollen über rund 3 Quadratkilometer. Der Lavakeller kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden, was absolut Sinn macht, um die Geheimnisse dieses Ortes zu entdecken. Unsere Führung dauerte etwa 50 Minuten und war unglaublich informativ.

Die Temperatur von 6–9 Grad ganzjährig machte die Erkundung zu einem erfrischenden Erlebnis. Und das absolute Highlight? Die vielen Fledermäuse, die hier ihren Winterschlaf halten! Ein magischer Anblick, der die Stille und die besondere Atmosphäre dieses Ortes noch verstärkt hat.


Fazit: Ein Muss für Entdecker!


Unser Besuch im Lava-Dome und Lavakeller Mendig war ein absolutes Highlight und eine beeindruckende Reise in die Erdgeschichte. Wer sich für Geologie, Vulkane oder einfach nur für einzigartige Orte interessiert, sollte Mendig unbedingt auf seine Liste setzen. Es war faszinierend zu sehen, welche Spuren die Natur hinterlässt und wie der Mensch diese zugänglich macht.


Öffnungszeiten Museum

Das Museum hat dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

​Der letzte Einlass ist um 16:45 Uhr.


Besondere Regelungen

  • Montags geöffnet: Während der Schulferien in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat das Museum auch montags geöffnet.
  • 31. Dezember: An Silvester ist das Museum von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Geschlossene Zeiten:
Das Museum bleibt an folgenden Tagen geschlossen:
  • ​vom 2. Advent bis einschließlich 25. Dezember.
  • ​am 1. Januar.
  • ​vom Ende der Weihnachtsferien bis einschließlich 31. Januar.
  • ​während der Karnevalstage von Weiberfastnacht (Schwerdonnerstag) bis einschließlich Fastnachtsdienstag (Veilchendienstag).
Hinweis Lavakeller 
Führungen durch den Lavakeller für private Gruppen können auch während der Schließzeiten des Museums gebucht werden.

Infos:

https://www.lavadome.de/

https://www.mendig.de/kultur-tourismus/



Geschichte und Geologie: Mendigs vulkanisches Erbe


​Mendig wurde bereits 1041 urkundlich erwähnt, seine Geschichte reicht aber viel weiter zurück. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung schon in der Jungsteinzeit. Die Römer erkannten das Potenzial der Basaltlava und nutzten sie für den Bau von Straßen und Häusern. Vor allem aber wurde Basalt in Mendig seit Jahrhunderten zu hochwertigen Mühlsteinen verarbeitet, die bis weit über die Region hinaus exportiert wurden.

​Das vulkanische Erbe ist allgegenwärtig: Der Ort liegt am Rande des Laacher Sees, einem ehemaligen Vulkan, der vor etwa 13.000 Jahren ausbrach. Der Basaltabbau schuf unter der Stadt ein riesiges, dre Quadratkilometer großes unterirdisches Stollensystem – die Mendiger Lavakeller. Diese Keller, in denen eine konstante Temperatur von rund 8°C herrscht, wurden im 19. Jahrhundert von Brauereien genutzt, um untergäriges Bier ganzjährig zu lagern. Mendig entwickelte sich zu einer bedeutenden Brauerstadt mit zeitweise bis zu 28 Brauereien. Die Tradition lebt in der heutigen Vulkan Brauerei weiter.