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Auf alpinen Weg vom Walmendingerhorn nach Baad


Wandertour am Walmendingerhorn: Von der Bergstation nach Baad


​Der heutige Tag startet mit einer spektakulären Wanderung am Walmendingerhorn, einem der schönsten Berge im Kleinwalsertal. Von der Bergstation der Walmendingerhornbahn (1990 m) in Mittelberg aus führt der Weg direkt zu den Highlights dieser unvergesslichen Tour.


​Gipfelglück mit Panoramablick


​Schon der erste Abschnitt zur Gipfelstation bietet einen atemberaubenden 360-Grad-Blick. Bei kühlen Morgenstunden geht es direkt zum Gipfelkreuz am Walmendingerhorn. Von dort aus kann man das gesamte Bergpanorama des Kleinwalsertals auf sich wirken lassen. Die klare Morgenluft und die beeindruckende Weitsicht machen diesen Moment zu einem besonderen Erlebnis.


​Einkehr an der Lüchlealpe


​Nach dem Gipfelglück folgt der rund 30-minütige Abstieg zur Oberen Lüchlealpe (1.780 m). Die urige Alm liegt unterhalb der Bergstation und lädt zur ersten Stärkung ein. Hier werden herzhafte Brotzeiten, Suppen und andere kleine Speisen angeboten, die eine willkommene Stärkung auf der Wanderung sind. Auch wenn heute der Genuss eines frischen Glases Milch ausblieb, sorgte der selbst mitgebrachte Proviant für die nötige Energie.


​Abstieg nach Baad: Festes Schuhwerk ist ein Muss!


​Von der Lüchlealpe aus führt der Weg direkt weiter nach Baad. Dieser Abschnitt verläuft über unebene Wanderwege mit Erde, Kies und Schotter, weshalb festes Schuhwerk unerlässlich ist. Der Pfad ist gut sichtbar mit weiß-rot-weißen Markierungen an den Wegsteinen versehen, sodass du dich stets gut orientieren kannst.


​Kulinarische Belohnung in Baad


​Nach der anspruchsvollen Etappe wartet die wohlverdiente Belohnung im Café Baad-Grund. Der köstliche Flammkuchen und das erfrischende Eis zum Dessert waren die perfekte Stärkung nach der Tour. Frisch gestärkt ging es im Anschluss mit dem Walserbus zurück nach Oberstdorf.
​Diese Wandertour ist ideal für alle, die das Kleinwalsertal aktiv erkunden und dabei spektakuläre Ausblicke genießen möchten.

Infos:

https://www.ok-bergbahnen.com/bergbahnen/walmendingerhornbahn/



Die Geschichte des Walmendingerhorns: Ein Gipfel für alle Sinne

​Das Walmendingerhorn, markant am Ende des Kleinwalsertals gelegen, ist nicht nur ein spektakulärer Aussichtsberg, sondern auch ein Zeugnis von Pioniergeist und der visionären Entwicklung des Tourismus in den Alpen. Seine Geschichte ist untrennbar mit der Erschließung des Berges durch die Walmendingerhornbahn verbunden.


Die Anfänge und der Bau der Seilbahn

​Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Walmendingerhorn hauptsächlich den ortsansässigen Hirten und erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Dies änderte sich in den frühen 1960er Jahren, als erste Überlegungen für den Bau einer Seilbahn auf den Gipfel angestellt wurden. Die Visionäre erkannten das enorme Potenzial des Berges als ganzjähriges Ausflugsziel.

​Die Bauarbeiten für die Walmendingerhornbahn begannen im Jahr 1964. Es war ein herausforderndes Unterfangen, das den Bauherren alles abverlangte. Doch der Einsatz lohnte sich: Im August 1966 konnte der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen werden. Die neue Pendelbahn, gebaut von der Firma Pohlig-Heckel-Bleichert (PHB), machte den Gipfel auf 1.990 Metern Höhe für jedermann zugänglich und legte den Grundstein für die touristische Blüte des Walmendingerhorns.


Die Entwicklung zum Ski- und Wanderparadies

​Mit der Eröffnung der Seilbahn entwickelte sich das Walmendingerhorn rasch zu einem beliebten Wintersportgebiet. Schon 1968 wurde der erste Schlepplift, der Muttelberglift, in Betrieb genommen. Weitere Lifte und präparierte Pisten folgten, was den Berg zu einem der wichtigsten Skigebiete im Kleinwalsertal machte. Im Laufe der Jahre wurden die Anlagen kontinuierlich modernisiert, darunter der Ersatz des Muttelberglifts durch einen modernen Viersessellift im Jahr 1999.

​Doch auch für den Sommertourismus wurde der Berg immer wichtiger. 2001 wurde beispielsweise der Alpenblumenlehrpfad angelegt, der die einzigartige Flora des Berges erlebbar macht.

Gegenwart und Ausblick

​Heute ist das Walmendingerhorn als "Berg der Sinne" bekannt. Es bietet nicht nur atemberaubende Panoramaaussichten, sondern auch ein reiches Angebot für Wanderer, Ruhesuchende und Wintersportler. Die Bergbahnen Oberstdorf Kleinwalsertal investieren weiterhin in die Zukunft des Berges, um das historische Erbe zu bewahren und gleichzeitig ein modernes Bergerlebnis zu schaffen. Das Walmendingerhorn ist somit ein lebendiges Beispiel für die gelungene Verbindung von Tradition, Natur und modernem Tourismus.