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Oberstaufen mit Hündle


Oberstaufen: Charmantes Dorf im Herzen des Allgäu


​Unser Tag startete mit einer malerischen Bahnfahrt von Marktoberdorf nach Oberstaufen, einem Ort, der sich perfekt in die sanften Hügel des Allgäus und die imposante Kulisse des Hochgrats einfügt. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 868 hat Oberstaufen eine reiche Geschichte, doch seine wahre Berühmtheit erlangte es als renommierter Kurort. Nach unserer Ankunft am Bahnhof tauchten wir direkt ein in das traditionelle Ortszentrum. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen, entdeckten charmante Geschäfte und genossen die Ruhe im Kurpark – der perfekte Auftakt für unser Bergabenteuer.


Aussicht pur


​Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf den Weg zur Talstation des Hündles, einem wahren Erlebnisberg und Teil des Naturparks Nagelfluhkette. Unsere geplante Wanderung von 4,2 Kilometern versprach eine einfache und zugleich wunderschöne Tour.

​Am Hündle angekommen, waren wir beeindruckt von den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten: von Minigolf über eine Sommerrodelbahn bis hin zu einem Kleintiergehege – hier ist für jeden etwas dabei. Wir entschieden uns jedoch für eine Fahrt mit der Hündlebahn. Von der nostalgischen Bahn aus hatten wir eine atemberaubende Aussicht über die Allgäuer Berge und konnten sogar den Bodensee in der Ferne erkennen. Die gut ausgeschilderten Wanderwege machen das Hündle zum idealen Ziel für alle, ob Anfänger oder erfahrene Wanderer.


​Einkehr mit Genuss und Fernblick


​Nach unserer erfrischenden Wanderung gönnten wir uns eine wohlverdiente Pause auf einer Almhütte. Während Andreas eine kühle, frische Milch genoss, ließ sich Christina ein Stück Kuchen schmecken. Wir saugten die friedliche Atmosphäre der Allgäuer Bergwelt in uns auf und genossen diesen Moment der Ruhe.

​Der Hündle ist nicht nur im Sommer ein Paradies. Im Winter verwandelt er sich in ein beliebtes Skigebiet mit abwechslungsreichen Pisten. Seine ganzjährige Attraktivität und die gute Erreichbarkeit machen ihn zu einem echten Highlight für Einheimische und Besucher.

Infos:

https://www.huendle-imberg.de/


 

Für Familien: Abenteuer und Spaß für Groß und Klein

  1. Imbergbahn & Skiarena Steibis:
    • Im Sommer: Der Berg wird zum Spielplatz! Mit der Gondel geht es bequem nach oben. Dort warten der "Berg-Abenteuerspielplatz", ein Barfußpfad und der Erlebnispfad "Alpsee-Kobold". Ein absolutes Highlight ist die rasante Fahrt mit dem Alpsee Coaster an der Talstation – eine Sommerrodelbahn, die für Nervenkitzel sorgt.
    • Tipp: Perfekt für einen Tagesausflug, bei dem die Kinder sich so richtig austoben können.
  2. Erlebnisbad Aquaria:
    • An Regentagen oder einfach zur Entspannung ist das Aquaria eine super Wahl. Mit Rutschen, einem Sprungturm und einem großen Kinderbecken kommt keine Langeweile auf. Für die Eltern gibt es einen Saunabereich und entspannende Whirlpools.
    • Tipp: Ideal, um nach einer Wanderung neue Energie zu tanken oder bei schlechtem Wetter trotzdem Spaß zu haben.
  3. Wanderung zum Hündle:
    • Der Hündle ist ein familienfreundlicher Berg. Der Weg zur Bergstation ist auch für kleinere Kinder gut machbar. Oben angekommen gibt es einen Spielplatz und oft grasende Kühe zu sehen.
    • Tipp: Nutzen Sie die Bergbahn für den Auf- oder Abstieg, um es sich einfacher zu machen. Eine tolle Möglichkeit, den Kleinen die Bergwelt näherzubringen.
  4. Minigolf & Spielplätze:
    • Viele Orte in Oberstaufen bieten tolle Spielplätze. Eine Runde Minigolf ist eine schöne Abwechslung und ein Wettkampf für die ganze Familie.
    • Tipp: Suchen Sie nach dem örtlichen Minigolfplatz in Oberstaufen, der oft gut gelegen ist.

 

Für Alleinreisende: Ruhe, Natur und Entschleunigung

 

  1. Wanderung zum Hochgrat:
    • Für sportliche Alleinreisende ist der Hochgrat, der höchste Gipfel der Nagelfluhkette, ein Muss. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend und belohnt jede Anstrengung.
    • Tipp: Wer es gemütlicher mag, nimmt die Hochgratbahn bis zur Bergstation und genießt von dort die Panoramablicke bei einer kleineren Rundwanderung.
  2. Entspannung im Wellness- und Kurort:
    • Oberstaufen ist bekannt für seine Schrothkur und Wellnessangebote. Gönnen Sie sich eine Auszeit in einem der zahlreichen Spas, buchen Sie eine Massage oder genießen Sie einen Saunabesuch.
    • Tipp: Viele Hotels und auch das Aquaria bieten Tageskarten für ihre Wellnessbereiche an.
  3. Wanderung zur Salmaser Höhe:
    • Diese Wanderung ist perfekt, wenn Sie die Ruhe der Natur suchen. Der Weg führt durch Wiesen und Wälder und bietet wunderschöne Ausblicke auf das Allgäu. Er ist nicht überlaufen und ideal, um einfach mal abzuschalten.
    • Tipp: Packen Sie eine Brotzeit ein und genießen Sie die Stille an einem Aussichtspunkt.
  4. Fahrradtouren und E-Bike-Verleih:
    • Entdecken Sie die Umgebung auf zwei Rädern. Es gibt zahlreiche Radwege, die Sie durch die malerische Landschaft führen. Ob eine gemütliche Tour um den Alpsee oder eine anspruchsvollere Mountainbike-Strecke – hier ist für jeden etwas dabei.
    • Tipp: Mieten Sie ein E-Bike, um auch steilere Strecken mühelos zu bewältigen und die Landschaft in vollen Zügen zu genießen.


Die Geschichte von Oberstaufen


​Oberstaufen hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis in die frühe Besiedlung des Allgäus zurückreicht. Der Ort, der erstmals im Jahr 868 urkundlich als "Stoufun" erwähnt wurde, war ursprünglich eine Keltensiedlung. Sein Name leitet sich von dem althochdeutschen Wort "stouf" ab, was so viel wie „steil aufragender Felsen“ oder „kegelförmiger Berg“ bedeutet und auf die umliegende Berglandschaft hinweist.

​Im Mittelalter entwickelte sich Oberstaufen zu einem wichtigen Handelsplatz an der Salzstraße, die vom Bodensee über das Gebirge nach Kempten und weiter nach Tirol führte. Die Gemeinde war Teil der Herrschaft Staufen und im Besitz der Grafen von Montfort.

​Eine entscheidende Wende erfuhr Oberstaufen im 19. Jahrhundert, als der Tourismus an Bedeutung gewann. Die reine, heilklimatische Luft und die beeindruckende Natur lockten immer mehr Reisende an. In den 1950er Jahren wurde Oberstaufen dann zum ersten Schroth-Heilbad in Deutschland und etablierte sich als Kurort von internationalem Ruf. Die einzigartige Schrothkur, eine Stoffwechseltherapie, ist seitdem ein zentraler Bestandteil der Identität des Ortes.


Der Hündle - Berg - Mehr als nur eine Aussicht


​Der Hündle, mit seinen 1.114 Metern, ist der Hausberg von Oberstaufen und seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel. Sein Name leitet sich wahrscheinlich von seiner Form ab, die an einen Hund erinnert.

​Früher war der Berg vor allem für die Landwirtschaft und die Alpwirtschaft von Bedeutung. Die Bauern trieben ihr Vieh auf die saftigen Wiesen, um die Sommermonate dort zu verbringen.

​Mit dem Aufkommen des Tourismus wurde auch der Hündle zugänglicher gemacht. Im Jahr 1963 wurde die erste Sesselbahn auf den Hündle eröffnet, was den Bergsport revolutionierte und Wanderern den Aufstieg erleichterte. Seitdem hat sich der Hündle stetig weiterentwickelt:

  • Im Winter ist der Hündle ein beliebtes Skigebiet für Familien und Anfänger.
  • Im Sommer zieht der Berg Wanderer und Mountainbiker an. Die Sommerrodelbahn ist ein besonderes Highlight.

​Der Hündle-Berg ist somit nicht nur ein Naturjuwel, sondern auch ein Zeuge der touristischen Entwicklung von Oberstaufen. Er verbindet die alpine Tradition mit dem modernen Freizeitangebot und ist ein fester Bestandteil der Kultur und des Lebens in der Region.