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Torgau, Jugendwerkhof Torgau


Ein nachdenklicher Ausflug: Unser Besuch in Torgau und der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof


​Heute führte uns unser Weg in die geschichtsträchtige Stadt Torgau in Sachsen. Neben einem Spaziergang durch die malerische Altstadt stand ein Besuch an einem Ort auf dem Programm, der uns besonders nachdenklich stimmte: die Gedenkstätte des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau.

​Ein Besuch dort ist wie eine Reise in einen dunklen Teil der DDR-Geschichte. Das damalige System nutzte diese disziplinare Einrichtung, um Jugendliche zu "umerziehen", die den Vorgaben des Staates nicht folgten. Direkt dem Ministerium für Volksbildung unterstellt, sollte der Jugendwerkhof Torgau die jungen Menschen zu sozialistischen Persönlichkeiten formen – ein Ziel, das oft mit rigiden Strafen und entwürdigenden Bedingungen erreicht werden sollte. Die Gedenkstätte vermittelt eindrücklich, welche Rolle die Anstaltsleiter Günther Lehmann (1964 bis 1968) und Horst Kretzschmar (1968 bis 1989) in diesem System spielten.

​Unser Besuch in Torgau war für uns mehr als nur ein Stadtbummel – es war eine wichtige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die uns wieder einmal daran erinnert, wie wichtig es ist, diese Geschichten nicht zu vergessen.

Quelle Wikipedia