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Unterach am Attersee (Österreich)

Ankunft am Attersee: Entspannung in Unterach


​Nach einer langen Anreise von Berlin über München sind wir endlich in Unterach am Attersee angekommen. Gegen 15 Uhr konnten wir die charmante Umgebung des Sees in Österreich begrüßen. Die Vorfreude auf die kommenden Tage ist groß, denn hier erwarten uns vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und Aktivität in der Natur.

​Unsere Unterkunft, das "Haus Kolar" in Unterach, begrüßte uns mit herzlicher Gastfreundschaft. Die nette Vermieterin führte uns durch die gemütliche Ferienwohnung, die nur einen kurzen Spaziergang vom Ortszentrum und dem glänzenden Attersee entfernt liegt. Die nahegelegenen Geschäfte machen die Selbstversorgung einfach.

​Ein besonderer Tipp für alle Anreisenden ist das Café Detterbeck in der Hauptstraße, wo wir uns nach der langen Fahrt mit frischem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verwöhnen ließen. Trotz der neunstündigen Reise hat sich die Fahrt definitiv gelohnt.

​Die malerische Landschaft des Attersees, eingebettet zwischen Hügeln und Bergen, bietet ideale Voraussetzungen für Ausflüge. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach am Seeufer – die Auswahl ist groß. Wir blicken gespannt auf die nächsten Tage und freuen uns auf eine schöne Zeit in Unterach am Attersee.

Infos:

https://www.haus-kolar.at/



Die Anfänge: Der Name "Zwischenwasser"

  • Früheste Erwähnung: Unterach wurde erstmals urkundlich im frühen Mittelalter erwähnt, im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Mondsee im Jahr 748.
  • Der Name: Der Name "Unterach" leitet sich vom althochdeutschen "untraha" ab, was "Zwischenwasser" bedeutet. Dies bezieht sich auf seine einzigartige Lage zwischen dem Attersee und dem Mondsee, die durch den Fluss Seeache verbunden sind.

​Von Fischerei zum Herrschaftssitz

  • Fischerei als Lebensgrundlage: Im Mittelalter war die Fischerei eine der wichtigsten Einnahmequellen der Bewohner. Diese Bedeutung spiegelte sich in den Namen der frühen Herrscher wider, den sogenannten "Vischmaistern".
  • Schloss Unterach: Das heutige "Schlösschen" am See ist ein Überbleibsel des ehemaligen Freisitzes Unterach. Es wurde im 16. Jahrhundert von der Familie Lasser von Lasseregg erbaut und im Laufe der Zeit oft umgebaut und verändert.

​Das goldene Zeitalter der "Sommerfrische"

  • Entwicklung zum Tourismusort: Wie viele Orte im Salzkammergut erlebte Unterach Ende des 19. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung durch die "Sommerfrische". Die Anreise war damals noch beschwerlich, und so wurde der Ort wegen seiner auf Pfählen errichteten Uferbebauung und seiner zahlreichen Boote als "Klein-Venedig" bezeichnet.
  • Künstlerische Inspiration: Unterach wurde zum Anziehungspunkt für viele Künstler und Intellektuelle. Der Maler Gustav Klimt, der seine Sommer in der Region verbrachte, ließ sich von der Landschaft zu einigen seiner berühmtesten Werke inspirieren, darunter das Gemälde "Kirche in Unterach am Attersee".

​Die Schmalspurbahn: Eine historische Verbindung

  • Die "Seer-Bahn": Ein besonderes Highlight in der Geschichte des Ortes war die "Elektrische Bahn Unterach-See". Diese Schmalspurbahn, die von 1907 bis 1949 in Betrieb war, verband Unterach am Attersee mit See am Mondsee. Sie war ein wichtiger Teil der touristisch sehr beliebten "Salzkammergut-Rundreise" und erleichterte den Transport von Passagieren und Gütern zwischen den beiden Seen.

​Unterach heute

  • Naturschutz und Kultur: Heute ist Unterach ein beliebtes Erholungsgebiet, das sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat. Neben den historischen Villen und dem Schlösschen am See bietet der Ort einzigartige Naturschätze wie den Edelkastanienwald, den einzigen in Europa, in dem die Edelkastanien nördlich der Alpen voll ausreifen.
  • Gegenwart und Zukunft: Die Geschichte Unterachs ist lebendig. Der Ort pflegt seine Traditionen, von der Schifffahrt bis zu den lokalen Festen, und ist gleichzeitig bestrebt, eine nachhaltige touristische Zukunft zu gestalten, die sowohl die Natur als auch das kulturelle Erbe schützt.