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Aschau im Chiemgau


Königliche Aussichten: Unser Abenteuer auf der Kampenwand im Chiemgau


Unser Tag startete heute früh um 07:30  Ziel Aschau im Chiemgau, einem Ort, der mit seinem idyllischen Ortsteil Sachrang seit Generationen Gäste begeistert. Aschaus Markenzeichen sind die imposante Dreispitz-Felsformation der Kampenwand (1.669 m) und das majestätische Schloss Hohenaschau.

​Ein Höhepunkt unserer Reise war die Fahrt mit der Kampenwandseilbahn. Die 14-minütige Fahrt in der bunten Gondel auf 1.500 Meter Höhe fühlte sich an wie eine Zeitreise. Schon von oben hatten wir einen atemberaubenden Blick auf das "Bayerische Meer", den Chiemsee, und seine Inseln – ein Anblick, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Leider versteckte sich die Ferne etwas hinter einem Dunstschleier.

​Die Bergstation ist ein echtes Paradies für Wanderer. Christina, die eine entspannte Abfahrt bevorzugte, verzichtete auf den Fußweg nach unten. Stattdessen genossen wir die Aussicht und den gut begehbaren Panoramaweg, der bis zur Steinlingalm führt – ideal für gemütliche Spaziergänge.

​Nach dem Abenteuer in den Bergen gönnten wir uns eine wohlverdiente Mittagspause in Prien am Chiemsee. Obwohl wir heute nicht am See verweilten, freuen wir uns schon auf die geplante Schifffahrt. Der Ausflug hat uns auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht!

Infos:

https://www.kampenwand.de/


Aschau im Chiemgau: Wo Geschichte und Natur Hand in Hand gehen


​Eingebettet in die malerische Landschaft des Prientals, umgeben von den Gipfeln der Chiemgauer Alpen, liegt die Gemeinde Aschau im Chiemgau. Wer heute durch den idyllischen Ort spaziert, wandelt auf historischem Boden, dessen Geschichte eng mit den mächtigen Adelsgeschlechtern und dem beeindruckenden Schloss Hohenaschau verbunden ist. Wenn Sie nach Geschichte im Chiemgau, mittelalterlichen Burgen in Bayern oder dem Kulturweg Chiemsee suchen, ist Aschau ein perfektes Ziel.


Die Anfänge: Von den Aschauer Herren zur mächtigen Herrschaft


​Die Geschichte Aschaus ist untrennbar mit der des Schlosses Hohenaschau verknüpft. Um 1165/70 wurde die Burg von den Herren von Aschau erbaut und erstmals urkundlich erwähnt. Die Adelsfamilie, die vermutlich aus dem Geschlecht der Greimhartinger stammte, begründete eine weitreichende Herrschaft, die das gesamte Priental umfasste. Diese Herrschaft Hohenaschau besaß nicht nur die Niedere Gerichtsbarkeit, sondern auch die Blutgerichtsbarkeit, was ihre immense Macht im Spätmittelalter unterstreicht.


Ein Schmelztiegel der Industrialisierung


​Im 16. Jahrhundert erlebte Aschau eine bemerkenswerte Entwicklung: die Eisenindustrie. Die Freiherren von Freyberg, die das Schloss besaßen, errichteten ein großes Schmelz- und Hammerwerk – eines der größten seiner Art in Süddeutschland. Für die damalige Zeit war Aschau ein Zentrum der Produktion von Huf-, Waffen- und Nagelschmiedeartikeln und beschäftigte bis zu 350 Arbeiter. Diese industrielle Phase prägte den Ort über Jahrhunderte und hinterließ noch heute Spuren in der lokalen Geschichte und den Bezeichnungen.


Wandel und Moderne: Vom Adel zur Bürgergemeinde


​Im Laufe der Zeit wechselte die Herrschaft Hohenaschau mehrmals den Besitzer. Besonders prägend war die Familie von Cramer-Klett im 19. und frühen 20. Jahrhundert, die das Schloss nach den Plänen des Architekten Emanuel von Seidl aufwendig umbaute und dem Ort eine bürgerliche Prägung verlieh. Die Fusion der Gemeinden Hohenaschau und Niederaschau im Jahr 1966 sowie die Eingemeindung von Sachrang 1978 legten den Grundstein für die heutige, große Gemeinde Aschau im Chiemgau.

​Ein Spaziergang durch Aschau ist eine Reise durch diese bewegte Geschichte, die von Adelssitzen, Industriearbeit und dem Wandel zu einem modernen, aber traditionsbewussten Erholungsort erzählt.